Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Weltkindertag: Bessere Gesundheits­versorgung gefordert

Freitag, 19. September 2014

Köln ­– Die Gesundheitsversorgung vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland müsse deutlich verbessert werden, fordert Manfred Gahr, Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ). Denn die Gesundheit der Kinder hänge auffallend oft vom sozioökonomischen Status und dem Pass der Eltern ab. „Dies ist ein Skandal und muss sich ändern“, fordert Gahr.

Wie durch die KiGGS-Studie bekannt, häuften sich bei ärmeren Kindern und Jugendlichen Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Auch psychische Störungen kämen bei diesen Kindern doppelt so häufig vor. Die DAKJ fordert deshalb, dass die Benachteiligung von Kindern aus einkommensschwachen Familien, die sich in schlechterer Bildung, Versorgung und Gesundheit niederschlage, ein Ende hat.

Es müsse ein ausreichend finanziertes Präventionsgesetz verabschiedet werden, das Kinder und Jugendliche entsprechend berücksichtige.

Außerdem gelte es, Flüchtlingskinder besser gesundheitlich zu versorgen. „Es ist traurig, wenn in einem reichen Land wie Deutschland von Kriegen stark traumatisierte Flüchtlings­kinder keine Therapie erhalten, ihnen wichtige Impfungen fehlen, schadhafte Zähne nicht behandelt werden und vieles mehr“, so Gahr.

Die Deutsche Kinderhospizstiftung erinnert anlässlich des Weltkindertages daran, dass auch Kinder, die sterben werden, Rechte haben und dass es besonderer Aufmerksamkeit und Unterstützung bedarf, um diese Rechte wahrzunehmen. Die Deutsche Kinderhospizstiftung fordert deshalb Projekte, die Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzender Erkrankung „an der Fülle des Lebens teilhaben lassen“. Ein Beispiel für solche geförderte Projekte seien die Ferienbegegnungen des Deutschen Kinderhospizvereins in Olpe. © Kli/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

23.05.17
US-Pädiater: Keine Fruchtsäfte im ersten Lebensjahr
San Francisco – Kinder sollten im ersten Lebensjahr grundsätzlich keine Fruchtsäfte erhalten. Auch später sollten die Kinder lieber Obst essen, da Fruchtsäfte deutlich mehr Zucker enthalten und die......
18.05.17
PET-CT könnte gezielte Therapie bei diffusen Ponsgliomen ermöglichen
Amsterdam – Ob eine Therapie mit VEGF-Inhibitoren bei Kindern mit einem diffusen intrinsischen Ponsgliom effektiv ist, könnte durch ein PET-CT vorausgesagt werden. Im Journal of Nuclear Medicine......
18.05.17
Schulunterricht: Plädoyer für Fach „Gesundheit“
Hannover – „Gesundheit“ sollte zu einem Unterrichtsfach an Schulen, als Inhalt in den Lehrplan aufgenommen und Teil der Lehrer- und Erzieherausbildung werden. Dafür hat sich die Präsidentin der......
16.05.17
Dresden – Eltern, die bei ihrem Kind eine anormale Entwicklung vermuten, können das Kind in der Familiensprechstunde der Ambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum......
16.05.17
Kinderärzte warnen vor koffeinhaltigen Energydrinks
Berlin – Ein 16-Jähriger ist im US-Bundesstaat South Carolina an den Folgen einer Überdosis Koffein gestorben. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BFJK) warnt nun davor, Kindern......
15.05.17
Ärzte in Mecklenburg-Vor­pommern verschreiben Kindern weniger Antibiotika
Potsdam/Schwerin – Die Ärzte im Nordosten verschreiben Kindern weniger häufig Antibiotika zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Eine aktuelle Analyse der AOK Nordost ergab einen Rückgang um 31......
15.05.17
Stuttgart – Bis zu 200 Babys jährlich erleiden in Deutschland nach Expertenschätzungen Hirnschäden durch ein Schütteltrauma. Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg, das Klinikum Stuttgart und......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige