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Politik

Krankenhäuser: Synergieeffekte durch Verbundmanagement

Dienstag, 23. September 2014

Biersdorf – Eine weitere Konsolidierung und eine Umstellung von Solitärkrankenhaus­betrieben auf Konzern- und Krankenhauskettenbetriebe kennzeichnen den deutschen Krankenhausmarkt. Ein innovatives Verbundmanagement steigert tendenziell die Leistungseffizienz und ist eine Voraussetzung für eine größere Prosperität und eine Stabilisierung bei begrenzten Ressourcen und wachsendem Kostendruck. Dies ist das Credo von Rainer Salfeld, geschäftsführender Gesellschafter von Artemed Kliniken, Tutzing, bei den Biersdorfer Krankenhausgesprächen am 18. September in Biersdorf/Bitburg (Eifel).

Die Fakten: Seit 1995 hat die Zahl der selbstständigen Krankenhausträger stetig abgenommen, und zwar von 1.598 auf rund 1.110 (Anfang 2014). Gleichzeitig hat der Konzentrationsprozess zugenommen. Vor 20 Jahren waren 54,7 Prozent aller Kranken­häuser „Solisten“, heute sind es nur noch rund 39 Prozent. Fast ein Drittel aller Kranken­häuser gehört heute zu einem der 65 größten Unternehmen (Klinikkonzerne, -ketten­betriebe).

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Den Erfahrungen des Managers zufolge stecken vier treibende Kräfte hinter der Verbundbildung: der verstärkte Kompetenztransfer in den Klinikfunktionseinheiten, die größere Finanzierungsbasis und Kreditwürdigkeit, die Professionalisierung und Zentralisierung von standortübergreifenden Leitungsfunktionen sowie die Möglichkeit, regionale Leistungsschwerpunkte zu bilden.

Kapazitätsauslastung bis zu über 90 Prozent
Mit dem Kompetenztransfer wird tendenziell ein positiver Wirkungskreislauf eingeleitet. Der Leistungserstellungsprozess und die Prozessqualität können verbessert werden. Positiv sind auch die Steuerungseffekte im Hinblick auf die Ergebnisqualität und die Akzeptanz bei den Investoren und Kreditinstituten. Dadurch sind Verbundbetriebe gegenüber den solitär­wirtschaftlichen Konkurrenten in der Regel im Vorteil. Sie können die Fallzahlen steigern und sich eher spezialisieren, so dass sie eine Kapazitäts­auslastung bis zu über 90 Prozent erreichen.

Eine verbesserte Ertragskraft ist eine Voraussetzung, um die die Versorgungs­bedin­gungen anzuheben. Die Produktivität kann gesteigert werden durch eine bessere Gestaltung des Behandlungsprozesses bei verkürzter Verweildauer,  erlösgerechtem Einsatz des Personals und einem verbesserten Einweiser- und Patientenmarketing. Außerdem können Lösungen erleichtert werden, um Leistungen mit klinischer Unterstützungsfunktion (zum Beispiel Radiologie, Labor) auszulagern (Outsourcing). Darüber hinaus wird eine fachübergreifende Diagnostik und Therapie gefördert.

Bessere Auslastung der Ressourcen
Abteilungsübergreifend können infrastrukturelle Ressourcen besser ausgelastet und eine erfolgswirksame Kostendegression erreicht werden. Dadurch dass Funktions­leistungen auf größere Einheiten konzentriert werden, kann das Personal entlastet werden. Infolge optimierter Leistungserstellungsprozesse seien Klinikkonzerne eher in der Lage, mehr vollstationäre Fälle und Fälle mit einem relativ hohen Schweregrad zu übernehmen, sagte Salfeld.

Infolge der fachlichen Differenzierung werde die Zentrumsbildung gefördert, die Fachabteilungen könnten dadurch straffer und geführt werden. Insgesamt erfordere die Bildung neuer Organisationseinheiten neue Infrastrukturen, die verhindern, dass personelle und räumliche Ressourcen exklusiv zugeordnet werden. © HC/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Dienstag, 23. September 2014, 19:35

Krankenhäuser: Synergieeffekte durch Verbundmanagment

Bei diesbezüglichen Überlegungen und Bestrebungen sollten die Effekte, die sich durch die Einbeziehung von Versorgungsangeboten für alte Menschen ergeben, nicht vergessen (Versorgungskette). Hier bieten sich an: ambulante Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege, ambulant betreute Wohngemeinschaften, vollstationäre Pflege.
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