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In diesem Winter droht stärkere Grippewelle

Dienstag, 23. September 2014

dpa

Berlin – Vor einer starken Influenza-Welle in der kommenden Saison 2014/2015 hat das Robert Koch-Institut (RKI) gewarnt. Hintergrund sind Beobachtungen, wonach die Stärke der Grippewelle häufig im zweijährigen Rhythmus schwankt.

Die Grippewelle im vergangenen Jahr begann spät und endete früh. Mit rund 780.000 war die Zahl der Influenza-bedingten Arztbesuche historisch gering und lag bei nur einem Zehntel des Wertes der Saison 2012/2013. „Stärkeschwankungen im Zwei-Jahres-Rhyth­mus wurden auch schon häufig in der Vergangenheit beobachtet und mahnen zur Vorsicht für die kommende Saison“, hieß es aus dem RKI. „Um das individuelle Erkran­kungsrisiko zu senken, sollten alle Schutzmöglichkeiten gegen Grippe genutzt werden“, betonte dessen Präsident Reinhard Burger und rief zur Grippeimpfung auf.

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Das Institut veröffentlichte heute auch einen Bericht zur Influenzasaison 2013/2014. Danach sind die Influenza-Impfquoten in allen Risikogruppen sehr niedrig. So zeigte eine Befragung von Schwangeren, dass in der Saison 2012/2013 nur 23,2 Prozent der Schwangeren geimpft waren. Dreißig Prozent der Schwangeren wussten nicht, dass sie sich gegen Influenza impfen lassen sollten. Die am häufigsten genannten Gründe gegen eine Impfung waren fehlendes Vertrauen in die Impfung und eine niedrige Risiko­wahrnehmung.

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenärztlichen Vereini­gungen rufen zur Grippeschutzimpfung auf. Mit einem Plakat und einem Infoblatt können Ärzte ihre Patienten in den Praxen auf die Impfung hinweisen. Eine aktuelle Praxisin­formation fasst alles Wichtige zur Impfsaison 2014/2015 für Ärzte und ihr Team zusammen. „In diesem Jahr gibt es keine Anzeichen für Lieferschwierigkeiten des empfoh­lenen Grippeimpfstoffes. Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen das sinnvolle Vorsorge-Angebot nutzen“, sagte Regina Feldmann, Vorstand der KBV, gegenüber den KBV-Praxisnachrichten. Die beste Zeit für die Impfung sei von Oktober bis November.

Feldmann verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung der Grippe­schutzimpfung für medizinisches Personal. Hier sei die Impfquote immer noch sehr niedrig – trotz expliziter Empfehlung der Ständigen Impfkommission und der Vorgaben des Arbeitsschutzes.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangeren, medizi­nischem Personal und Betreuern von Risikopatienten. © hil/aerzteblatt.de

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