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Politik

Kritik am Wechsel der EU Arzneimittelbehörde ins Industrieressort

Dienstag, 23. September 2014

Berlin – Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Wolf-Dieter Ludwig, hat die neue Ressortverteilung in der Europäischen Kommission scharf kritisiert. Es bereite ihm „größte Sorge“, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA innerhalb der Kommission künftig in den Aufgabenbereich des Ressorts Binnen­markt, Industrie, Unternehmertum und kleine und mittlere Unternehmen unter der polnischen Kommissarin Elzbieta Bienkowska fallen solle, sagte Ludwig während der Präsentation des neuen Arzneiverordnungs-Reports heute in Berlin.

„Ich halte das für eine fatale Fehlentwicklung. Wir werden große Probleme bekommen, wenn wir das nicht verhindern können.“ Vor fünf Jahren erst sei die EMA in den Bereich des Gesundheitsressorts gekommen. Damals habe unter anderem verhindert werden können, dass Arzneimittelhersteller Werbung direkt beim Verbraucher machen können.  

Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende des SPD, Karl Lauterbach, stimmte Ludwig zu: Er betrachte mit größter Sorge, wie sich die Zuständigkeit verschoben habe. „Diese Entscheidung hat uns überrascht, das war so nicht avisiert“, sagte Lauterbach. „Da werden wir natürlich reagieren.“ © fos/aerzteblatt.de

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