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Zahl der Krebskranken steigt – aber längeres Überleben

Dienstag, 23. September 2014

Kiel – Rund 100.000 Menschen, die zurzeit in Schleswig-Holstein leben, haben in den vergangenen zehn Jahren eine Krebsdiagnose erhalten – das entspricht 3,5 Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Neuerkrankungen ist von 17.500 Fällen pro Jahr in den Jahren 1999 bis 2001 auf etwa 19.000 pro Jahr in den Jahren 2009 bis 2011 gestiegen. Das zeigt der soeben erschienene Jahresbericht 2014 des Krebsregisters Schleswig-Holstein.

Danach handelt es sich bei den Neuerkrankungen um 21.000 Frauen mit Brustkrebs, knapp 19.000 Männer mit Prostatakrebs und knapp 13.000 Personen mit Darmkrebs.

Die Autoren des Berichtes halten das steigende Durchschnittsalter für mitverantwortlich für die steigende Inzidenz. „Eine verbesserte Krebsfrüherkennung kann ebenfalls zu einer höheren Rate von erkannten Krebsarten beitragen“, heißt es in dem Bericht.

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Inzwischen überleben 67 Prozent der betroffenen Frauen und 61 Prozent der betroffenen Männer die ersten fünf Jahre ihrer Krebserkrankung. Ende der 1980er Jahre waren es 53 Prozent beziehungsweise 40 Prozent, wie Daten aus dem Saarland zeigten. An Krebs sterben jedes Jahr etwa 7.600 Menschen in Schleswig-Holstein.

Das Krebsregister Schleswig-Holstein erfasst seit 1998 flächendeckend sämtliche Krebserkrankungen. Ärzte müssen jede Neuerkrankung über die Ärztekammer anonymisiert melden. Die Daten werden für Versorgungszwecke und für wissenschaftliche Auswertungen genutzt und sollen dazu beitragen, Krebs wirkungsvoller zu bekämpfen. © hil/aerzteblatt.de

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