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Risiken von Glücksspielen weiter unterschätzt

Mittwoch, 24. September 2014

dpa

Düsseldorf/Köln – Jugendliche und junge Erwachsene unterschätzen die Risiken von Glücksspielen. Darauf hat das nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­terium im Vorfeld des morgigen deutschlandweiten Aktionstages Glücksspielsucht hingewiesen. Es stützt sich dabei auf eine soeben erschienene Studie „Konsum von Glücksspielen bei Kindern und Jugendlichen – Verbreitung und Prävention“, die die Universität Mainz im Auftrag des Ministeriums erstellt hat.

Danach steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, die an Glücksspielen mit Geldeinsatz und Geldgewinnmöglichkeiten teilnehmen. Innerhalb eines Jahres haben etwa 44 Prozent von rund 6.000 befragten Schülern an einem Glücksspiel mit Geldeinsatz teilgenommen, vor zehn Jahren waren es noch 40 Prozent. Mehr als fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen zeigen laut der Erhebung ein problematisches Glücksspielverhalten oder sind entsprechend gefährdet.

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Jungen mehr betroffen als Mädchen
Die Studie zeigt weiterhin, dass rund 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen bereits an mindestens einem Glücksspiel teilgenommen haben, Jungen diese deutlich häufiger nutzen als Mädchen und der erste Kontakt zu Glücksspielen mit rund 13 Jahren stattfindet. „Wir müssen Kinder und Jugendliche frühzeitig über die Risiken des Glücksspielens aufklären. Elternhaus und Schule sind hier besonders gefordert“, sagte Nordrhein-Westfalens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens (Bündnis 90/Grüne).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert in diesem Zusammenhang auf ihr Ausstiegsprogramm „check-dein-spiel.de“. „Glücksspielsucht ist eine ernste Suchterkrankung, die gravierende Folgen haben kann, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird“, sagte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Bei „Check-dein-spiel.de“ können Menschen, die mit Glücksspielen in Berührung gekommen sind, Informationen zum Thema erhalten, einen Wissenstest machen und Online Hilfe in Anspruch nehmen. Ein mehrwöchiges Beratungsprogramm unterstützt Menschen mit Glücksspielproblemen, die mit dem Spielen aufhören möchten. © hil/aerzteblatt.de

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