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Medizin

Postmenopausales Brustkrebsrisiko nimmt mit der Rockgröße zu

Donnerstag, 25. September 2014

London – Die Zunahme der Rockgröße seit dem jungen Erwachsenenalter ist ein zuverlässiger Risikofaktor für Brustkrebserkrankungen nach den Wechseljahren. Dies ergab jetzt eine prospektive Beobachtungsstudie in BMJ Open (2014; 4: e005400).

Die UK Collaborative Trial of Ovarian Cancer Screening (UKCTOCS) begleitet derzeit mehr als 200.000 postmenopausale Frauen in Großbritannien. Bei der Eingangsunter­suchung waren die Teilnehmerinnen unter anderem nach ihrer aktuellen Rockgröße und der im Alter von 25 Jahren gefragt worden (an die sich viele Frauen besser erinnern als an ihr damaliges Körpergewicht).

Bei den meisten Frauen hatte die Rockgröße zugenommen. Im Alter von 25 Jahren hatte sie im Durchschnitt UK 12 betragen (entspricht Größe 40 bis 44), aktuell, also nach den Wechseljahren, hatte sie auf UK 14 (42 bis 46) zugenommen. Wie Evangelia-Ourania Fourkala vom University College London und Mitarbeiter ermittelt haben, war die Zunahme der Rockgröße um eine Einheit mit einem Anstieg des Brustkrebsrisikos seit der Menopause um 33 Prozent assoziiert (Hazard Ratio 1,33, 95-Prozent-Konfiden­zintervall 1,12-1,58). Bei einer Zunahme um zwei Kleidergrößen stieg das Risiko um 77 Prozent an (Hazard Ratio 1,77; 1,16-2.38). Das absolute Risiko, innerhalb von fünf Jahren an einem Brustkrebs zu erkranken, nahm mit jedem Anstieg der Kleidergröße von 1 zu 61 auf 1 zu 51 zu.

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Die Beobachtungsstudie kann den Zusammenhang zwischen Kleidergröße und Brust­krebs­risiko nicht beweisen. Die wahrscheinlichste Erklärung ist die Produktion von Östrogenen im Fettgewebe. Es ist nach den Wechseljahren die wichtigste Quelle für das Hormon, das nachgewiesenermaßen ein Wachstumshormon für Brustkrebstumore ist. © rme/aerzteblatt.de

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