NewsÄrzteschaftHonorarvergütung 2015: KBV und GKV-Spitzenverband setzen Detailberatungen fort
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Honorarvergütung 2015: KBV und GKV-Spitzenverband setzen Detailberatungen fort

Freitag, 26. September 2014

Berlin – Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des GKV-Spitzen­verbands haben die ersten Beschlüsse gefasst, damit die Honorarvereinbarungen von Ende August zum 1. Januar 2015 umgesetzt werden können. Darauf verweist die KBV in ihrem Newsletter „PraxisNachrichten“. Der Orientierungswert steigt wie vorgesehen auf 10,27 Cent. Dies entspricht einer Preissteigerung um 1,4 Prozent. Beschlossen wurden auch die schon verhandelten Empfehlungen für die regionalen demografie- und diagnosebezogenen Veränderungsraten. Sie sind Grundlage für die Honorarver­handlungen in den einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Bundesweit geht es hierbei um ein Finanzvolumen zwischen 68 und 120 Millionen Euro.

Weiterer Beratungsbedarf besteht noch darüber, wie die zusätzlich vereinbarten 264 Millionen Euro für 2015 im Detail verwendet werden sollen. Sie werden je zur Hälfte in die Förderung von haus- beziehungsweise fachärztlichen Leistungen und Strukturen fließen. Bei den Hausärzten soll in erster Linie der Einsatz von Versorgungsassistentinnen in den Praxen honoriert und bei den Fachärzten die Pauschale zur Förderung der hausärztlichen Grund­versorgung (PFG) erhöht werden. Vom nächsten Jahr an sollen auch Internisten mit einem Schwerpunkt die PFG ansetzen können, sofern sie sogenannte Grundversorgerfälle behandeln.

Anzeige

Noch nicht geklärt ist, welche Voraussetzungen Hausärztinnen und Hausärzte erfüllen müssen, um den Einsatz speziell qualifizierter Praxismitarbeiterinnen extrabudgetär vergütet zu bekommen. Derzeit ist davon die Rede, dass eine Praxis dafür mindestens 600 Fälle im Quartal abrechnen muss oder die Behandlung von mindestens 200 chronisch kranken Patienten.

Kleinere Praxen könnten theoretisch dann profitieren, wenn in ihrem Versorgungsgebiet Unterversorgung herrscht oder droht beziehungsweise ein spezieller lokaler Versor­gungs­bedarf festgestellt wurde. Auf diese Kriterien hatte Bernhard Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein, bei der letzten Ver­tre­ter­ver­samm­lung hingewiesen. © Rie/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. Oktober 2019
Berlin – Der Marburger Bund (MB) befürwortet eine Herausnahme der Personalkosten für den ärztlichen Dienst aus den Fallpauschalen – analog zur Herausnahme der Pflegepersonalkosten, die die
Marburger Bund plädiert für Herausnahme der Arztkosten aus Fallpauschalensystem
4. Oktober 2019
Gütersloh/Berlin – Für eine Neugestaltung der Finanzierung von gesetzlich und privat Versicherten plädiert die Bertelsmann-Stiftung im Rahmen einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie. Autoren der
Neuer Vorstoß zum Angleich der Honorarsysteme für gesetzlich und privat Versicherte
10. September 2019
Hannover – Die Krankenkassen in Niedersachsen haben im ersten Quartal dieses Jahres 53 Millionen Euro für Leistungen psychologischer Psychotherapeuten ausgegeben. Das seien knapp 10 Millionen Euro
Ausgaben für Psychotherapie in Niedersachsen gestiegen
9. September 2019
Berlin – Deutschlands Krankenhäuser schlagen angesichts zunehmender Überlastung und personeller Engpässe Alarm. „Wir haben ernst zu nehmende systemische Probleme in unserem Krankenhauswesen“, warnte
Krankenhäuser warnen vor systemischen Problemen
29. August 2019
Berlin – Damit gesetzlich krankenversicherte Patienten schneller an Termine kommen können, greifen von Sonntag an mit dem umstrittenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) neue finanzielle
Ab Sonntag gilt das Terminservice- und Versorgungsgesetz
26. August 2019
Berlin – Der AOK-Bundesverband hat beklagt, dass auf die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in den kommenden Jahren zusätzlich Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe zurollen. „Die Preise steigen,
Krankenkassen klagen über steigende Kosten
26. August 2019
Berlin – Der NAV-Virchowbund hat ein gemischtes Fazit der Ergebnisse der Honorarverhandlungen für 2020 gezogen. „Trotz eines dürftigen Ergebnisses ist diese Einigung ein Beweis für die
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER