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Hausärzte: Allgemein­medizinische Weiterbildung muss angemessen gefördert werden

Freitag, 26. September 2014

Bonn – Die allgemeinmedizinische Weiterbildung insbesondere im Verbund wird noch nicht angemessen gefördert. Das hat Regina Feldmann, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), beim 1. Internationalen Hausärztetag gestern Nachmittag in Bonn gefordert. Im Rahmen eines Satellitensymposiums zur Nachwuchssicherung sagte sie: „Wir müssen die Weiterbildung attraktiver machen und verkürzen.“ Im Durchschnitt benötigten die Ärzte und Ärztinnen acht Jahre für die Weiterbildung. Das sei entschieden zu lang.

Stiftung könnte Verbundweiterbildung finanzieren
Um eine reibungslose Weiterbildung zu garantieren, müsse insbesondere die Verbund­weiterbildung gefördert werden. Über die Einrichtung einer bundesweiten Stiftung könne das nötige Geld zur Verfügung gestellt werden. „Die Idee haben die KBV und der Hausärzte­verband gemeinsam entwickelt und in diesem Jahr in die Politik getragen“, sagte Feldmann. Bedauerlicherweise fehle dieser der Mut, die Entwicklung voran­zutreiben. „Aber wir bleiben dran“, versprach sie. Die Zahlen belegten, dass Hand­lungsbedarf bestehe. Von den Facharztanerkennungen eines Jahres würden nur zehn Prozent in der Allgemeinmedizin ausgesprochen.

Wirtschaftliche Aussichten für Hausärzte sind gut
Dabei sind die beruflichen Perspektiven von Hausärzten durchaus attraktiv, wie Georg Heßbrügge von der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank versicherte. „Das wirtschaft­liche Risiko ist nahe Null, das Einkommen ist attraktiv und es gibt vielfältige Berufsaus­übungsformen.“ Er glaubt, dass die ärztlichen Berufsverbände sowie Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen den Nachwuchs besser über die Vorteile einer Nieder­lassung beraten müssen.

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Die meisten Niedergelassenen schätzen ihre Gestaltungsfreiheit
Befrage man Berufseinsteiger, bevorzugten die meisten das Angestelltenverhältnis. Sie begründeten dies mit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, planbaren Arbeitszeiten und der Arbeit im Team. Befrage man Ärztinnen und Ärzte fünf Jahre, nachdem sie sich für die Selbstständigkeit entschieden hätten, kehrten sich die Dinge um.

„85 Prozent schätzen an der Arbeit in der eigenen Praxis ihre Gestaltungsfreiheit“, so Heßbrügge. „Sie schätzen den hohen Grad der Selbstverwirklichung und die flexible Arbeitszeitgestaltung.“ 90 Prozent könnten sich nicht vorstellen, in ein Ange­stell­tenverhältnis zurückzukehren. Das Einkommen spiele bei diesen Erwägungen im Übrigen eine untergeordnete Rolle. © HK/aerzteblatt.de

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