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Ausland

EU verbietet vier gefährliche Designer-Drogen

Freitag, 26. September 2014

Brüssel – Im Internet werden sie etwa als Badesalz verkauft, doch die Drogen haben in Europa bereits zu mehr als hundert Todesfällen geführt: Die EU-Staaten beschlossen daher am Donnerstag, vier neuartige psychoaktive Suchtstoffe zu verbieten. Herstellung und Vertrieb der Designer-Drogen stehen damit künftig unter Strafe, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Es handelt sich um die Substanzen MDPV, Methoxetamine, AH-7921 und 25I-NBOMe.

„Diese Drogen sind wie ein Wolf im Schafpelz”, sagte EU-Justizkommissarin Martine Reicherts. Durch das Verbot würden die Stoffe nun angemessen eingestuft: „Denn sie sind tödlich.” Die vier Substanzen gehören zu einer Gruppe von Stoffen, die teilweise legal etwa als Wirkstoff in Arzneimitteln dienen, und als Alternative zu illegalen Drogen wie Kokain oder Ecstasy angeboten werden. Nach Erkenntnissen der EU-Kommission werden diese Designer-Drogen immer beliebter.

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Vertrieben werden sie oft über Online-Shops, getarnt beispielsweise als Lufterfrischer, Kräutermischung oder Pflanzendünger. Auch MDPV ist im Internet als Badesalz zu finden und kann schon bei geringer Dosis bei den Nutzern ein Hochgefühl auslösen. Aber auch Panikattacken und der Tod sind möglich. © afp/aerzteblatt.de

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