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Uniklinik Regensburg entwickelt neuartiges Reanimationsfahrzeug

Montag, 29. September 2014

Regensburg – Die Überlebensrate bei plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand verbessern wollen Notfallmediziner des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) mit der Hilfe eines neuartigen Reanimationsfahrzeugs. Entwickelt haben es Spezialisten der Klinik für Anästhesiologie und in Kooperation mit dem Rettungszentrum Regensburg sowie den Unternehmen Audi und Sorin. Das Fahrzeug ist mit einer transportablen Herz-Lungen-Maschine (ECMO) ausgestattet. Ein Anästhesist und ein Kardiotechniker betreuen dort den Patienten.

„Die Herz-Lungen-Maschine kann unmittelbar am Einsatzort am Patienten angeschlossen werden. Damit lässt sich eine umgehende und ausreichende Sicherstellung der Herz-Kreis­­lauf-Funktion und der Sauerstoffversorgung des Körpers erzielen“, erläutert Bernhard Graf, Direktor der Klinik für Anästhesiologie des UKR, die Vorteile des Reanimationseinsatzfahrzeugs. Durch den frühzeitigen Anschluss an die ECMO-Thera­pie erhoffen sich die Regensburger Spezialisten, die Überlebensrate beim plötzlichen Herzstillstand zu steigern.

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Außerdem hilft das Reanimationsfahrzeug, Pausen bei der Wiederbelebung zu vermei­den. Solche Pausen ergeben sich normalerweise beispielsweise beim Umlagern auf die Notfallliege oder beim Ein- und Ausladen des Patienten im Rettungsfahrzeug. Nach Auskunft der Klinik sind vor allem diese Pausen für die Gesamtprognose der Patienten entscheidend.

„Mit der extrakorporalen Herz-Kreislauf-Unterstützung kann der Patient unter fort­währenden Wiederbelebungsmaßnahmen transportiert werden. Weil dadurch die Sauerstoffversorgung des Gehirns nicht unterbrochen wird, können neurologische Folgeschäden reduziert werden“, sagt Dirk Lunz, Oberarzt in der Klinik für Anästhesi­ologie des UKR. Jährlich erleiden in Deutschland circa 150.000 Menschen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. © hil/aerzteblatt.de

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