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Politik

Versorgung von Herzinfarktpatienten in Rheinland-Pfalz leitliniengerecht

Montag, 29. September 2014

Mainz – Die Ärzte in Rheinland-Pfalz betreuen Patienten mit akutem Herzinfarkt leitlinien­gerecht. Das zeigt eine Auswertung des landesweiten „Myokard-Infarkt-Registers“ (MIR-RLP). „Nahezu alle Patienten (98,2 Prozent) erhalten eine Wiedereröffnung des beim Herzinfarkt verschlossenen Herzkranzgefäßes mittels einer Herzkatheterunter­suchung und anschließender Aufdehnung und Stentimplantation. Auch die begleitende medikamentöse Therapie ist leitliniengerecht“, erläuterte Anselm Gitt, stellvertretende Vorsitzende der Stiftung „Institut für Herzinfarktforschung“ und Leiter einer Studie zur Versorgung der Patienten in Rheinland-Pfalz.

Kritisch sei aber, dass viele Patienten trotz typischer Infarktsymptome nicht den Notarzt über den Notruf 112 riefen, sondern selbst mit großer Zeitverzögerung die Klinik aufsuchten. Jeder Fünfte Herzinfarktpatient komme ohne Arztbegleitung in das Kranken­haus. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Thomas Meinertz, betonte, die Aufklärung der Bevölkerung über richtiges Notfallverhalten bei Verdacht auf Herzin­farkt sei daher ein wichtiges Anliegen. „Bei einer akuten Erkrankung wie dem Herzinfarkt ist Zeit ein entscheidender Faktor“, so Meinertz.

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Der rheinland-pfälzische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Alexander Schweitzer (SPD) dankte allen Krankenhäusern in dem Bundesland, die an dem Infarkt-Register teilgenommen haben. Eine gute Dokumentation sei eine wichtige Voraussetzung, um dauerhaft einen hohen Standard halten zu können, betonte er. Das Register wird nun auf freiwilliger Basis weitergeführt. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #675143
plaque
am Dienstag, 30. September 2014, 11:35

Das Register wird nun auf freiwilliger Basis weitergeführt...

Das Register war die ganze Zeit über freiwillig. Es wurde nicht kontrolliert, ob eine Klinik tatsächlich alle STEMI im Erfassungszeitraum angegeben hatte. Auch Medikation oder gar die Versorgungszeiträume (door to balloon etc.) wurden nicht hinterfragt. So kommt natürlich ein großartiges Ergebnis heraus. Um das noch zu steigern, wird die Zahl der Kliniken nun auf die euphorische Subgruppe reduziert, die diese Art der Datenerfassung noch fortsetzen möchte. Viel Spaß!
LNS

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