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Stoßwellentherapie bei Fersenschmerz „tendenziell positiv“

Montag, 29. September 2014

Essen – Als „tendenziell positiv“ hat der sogenannte IGeL-Monitor die Stoßwellen­therapie beim Fersenschmerz mit und ohne Fersensporn bewertet.  Der IGeL-Monitor hatte zuvor die Stoßwellentherapie beim Tennisarm als „tendenziell negativ“ und die Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter mit „unklar“ bewertet. Nun liegt die dritte Bewertung vor und hier gelangen die Wissenschaftler zu einem anderen Ergebnis. „Der Grund für das unterschiedliche Abschneiden liegt am Nutzen: Denn unsere Nutzen­bewertung hängt primär davon ab, wie gut das Verfahren die jeweiligen Beschwerden lindern kann und wie gut dieser Nutzen belegt ist“, informiert der Monitor.

Besonders geeignet für eine Behandlung mit Schallstößen scheinen danach Fersen­schmerzen zu sein. Sie entstehen, wenn der Fuß über längere Zeit stark belastet wird, und sich die Sehnen an der Fußsohle im Bereich der Ferse entzünden. Übergewicht, Tragen von Schuhen mit harten Absätzen, Überforderung beim Sporttraining oder eine genetisch bedingte Verkürzung des Waden- oder Oberschenkelmuskels kann die Sehne dauerhaft überlasten.

Die übliche Behandlung sieht vor, die Ferse zu entlasten, damit sich die Entzündung über Monate zurückbildet. Wenn die Schmerzen nicht besser werden, bieten Orthopäden mitunter eine Stoßwellentherapie als IGeL an, bei der heftige Schallstöße die Heilung anregen sollen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen diese Therapie nicht.

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„Dass die Umstände für die Stoßwellentherapie bei Fersenschmerzen offenbar besonders günstig sind, belegen die wissenschaftlichen Studien, die es in erfreulich hoher Qualität und ausreichender Anzahl gibt“, informiert der IGeL-Monitor. Werden Schallwellen mit hoher Energie eingesetzt, dann habe etwa jeder zweite Patienten nach einigen Wochen deutlich weniger Schmerzen. Nebenwirkungen wie Schwellungen und Rötungen scheinen insgesamt gering zu sein und schnell wieder zu vergehen. Schwere Nebenwirkungen sind laut der Analyse keine bekannt.

Der „IGeL-Monitor“ – „IGeL“ für „Individuelle Gesundheitsleistungen“ – steht den kosten­pflichtigen Zusatzangeboten für Patienten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung grundsätzlich kritisch gegenüber, ist aber nach eigenen Angaben der evidenzbasierten Medizin verpflichtet. Initiator und Auftraggeber des IGeL-Monitors ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS). Der IGeL-Monitor hat bislang 35 Selbstzahlerleistungen untersucht. Vier erhielten die Bewertung „tendenziell positiv“, zwölf „unklar“, elf „tendenziell negativ“ und vier „negativ“. © hil/aerzteblatt.de

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