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Politik

Plus 1,44 Prozent: Krankenhäuser kritisieren geringe Steigerung des Orientierungswertes

Dienstag, 30. September 2014

Berlin – Die Steigerung des sogenannten Orientierungswertes um zusammen 1,44 Prozent im zweiten Halbjahr 2013 und ersten Halbjahr 2014 hat die Deutsche Kranken­hausgesellschaft (DKG) kritisiert. „Der niedrige Wert von 1,44 Prozent macht deutlich, dass am Konzept zur Ermittlung des Orientierungswertes etwas nicht in Ordnung ist“, sagte dessen Präsident Alfred Dänzer heute in Berlin.

Der Orientierungswert gibt die durchschnittliche jährliche prozentuale Veränderung der Krankenhauskosten wieder, die ausschließlich auf Preis- oder Verdienständerungen zurückzuführen ist. Das Statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlicht den Wert gemäß den Vorgaben des Krankenhausentgeltgesetzes. Zur Berechnung des Orientierungs­wertes dienen Verdiensterhebungen, ausgewählte Preisstatistiken und Kostennachweise der Krankenhäuser.

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Dänzer kritisierte, dass die Personalkosten für die Kliniken von Juli 2013 bis Ende Juni 2014 deutlich stärker gestiegen seien. Auch der Sachkostenanstieg in den Krankenhäusern läge deutlich über dem Orientierungswert von 1,44 Prozent. Der DKG-Präsident forderte daher, die Berechnungsmethode für den Wert zu überarbeiten. Wichtig dabei sei, den Personalkostenanstieg angemessen zu berücksichtigen.

Die DKG nutzte die Veröffentlichung des Orientierungswertes dazu, nochmals auf die angespannte finanzielle Lage vieler Krankenhäuser hinzuweisen. Dänzer mahnte, dass die finanzielle Lage der Kliniken sich zusätzlich erheblich verschärfen werde, sollte die Koalition den 0,8prozentigen Versorgungszuschlag streichen, den die Krankenhäuser als Hilfsmaßnahme seit 07/2013 im laufenden Jahr noch erhalten.

„Angesichts von 50 Prozent der Kliniken mit roten Zahlen und angesichts der weiter steigenden Personalkosten und damit einhergehender Arbeitsverdichtung muss die Koalition den Kliniken Vergütungszuwächse oberhalb der Deckelung zulassen und den Zuschlag auch für das nächste Jahre beschließen“, fordert der DKG-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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