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Neue S3-Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Düsseldorf – Eine aktualisierte S3-Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen haben die Deutsche Schmerzgesellschaft und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) vorgestellt. Experten aus 22 Fachgesellschaften und Patienten haben sich daran beteiligt. „Die Langzeitanwendung von opioidhaltigen Analgetika bei chronischen nicht tumorbedingten Schmerzen wird national und international kritisch diskutiert“, hieß es von den Herausgebern. Die aktualisierte Leitlinie liefere dazu einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig soll sie Ärzten wichtige Anregungen für den praktischen Umgang geben.

Laut der Leitlinie sind chronische Schmerzen bei diabetischer Nervenschädigung, nach Gürtelrose und Arthrose sowie chronische Rückenschmerzen gesicherte mögliche Indikationen für die ein- bis dreimonatige Therapie mit opioidhaltigen Schmerzmitteln. Bei anderen nicht tumorbedingten Schmerzen wie sekundären Kopfschmerzen oder chro­nischen Schmerzen bei manifester Osteoporose kann eine Therapie mit opioid­haltigen Schmerzmitteln als individueller Therapieversuch erfolgen.

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Migräne- und Spannungskopfschmerzen, Schmerzen bei seelischen Störungen und funktionellen Störungen wie Reizdarm und Fibromyalgie sollten Ärzte laut der Leitlinie nicht mit opioidhaltigen Schmerzmitteln behandeln. © hil/aerzteblatt.de

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