NewsVermischtesPharma-Konzern Stada scheitert mit Plan zu 40-Stunden-Woche
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Pharma-Konzern Stada scheitert mit Plan zu 40-Stunden-Woche

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Frankfurt/Main – Der Arzneimittelhersteller Stada aus dem hessischen Bad Vilbel ist mit dem Plan gescheitert, die 40-Stunden-Woche einzuführen. Die Unternehmensführung habe dies im Sommer vorgeschlagen, doch die Gewerkschaft IG BCE habe bereits in einem frühen Stadium abgelehnt, bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch einen Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Zeitung zufolge wies die Gewerkschaft den Plan mit Verweis auf die gute Ertragslage des Unternehmens und die üppige Altersversorgung des Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff zurück.

Regulär arbeiten Beschäftigte der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie in Unter­nehmen mit Tarifbindung 37,5 Stunden pro Woche. Laut Tarifvertrag können die Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen eine Öffnungsklausel nutzen, die eine Verlängerung oder Verkürzung der Regelarbeitszeit um 2,5 Stunden erlaubt.

In diesem Fall müssen aber Betriebsrat und die IG BCE zustimmen. „Es gibt keinen Grund, die Öffnungsklausel zu nutzen”, sagte der Landesbezirksleiter Hessen-Thüringen, Volker Weber, der FAZ. Eine Verlängerung der Arbeitszeit bei Stada hätte Signalwirkung für die gesamte Branche haben können.

Anzeige

Der Gewerkschaftsvertreter verwies zudem auf die hohen Aufwendungen, die Stada allein für Altersversorgung des Vorstandsvorsitzenden aufbringen müsse.

Retzlaff steht bereits seit 1993 an der Spitze des Pharma-Konzerns und hat einen Pen­sions­anspruch in Höhe von 35,3 Millionen Euro angesammelt. Damit liegt er noch vor dem Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche mit 30 Millionen Euro. Retzlaff sei im Vergleich zu anderen Vorstandsvorsitzenden von im Deutschen Aktienindex (Dax) und MDax notierten Unternehmen „mit Abstand am längsten dabei”, erklärte die Sprecherin. Ein Vergleich sei deshalb schwierig. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. Juni 2019
Bad Vilbel – Stada kauft vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline fünf Hautpflegeprodukte und ein Hustenmittel für Kinder. Die Produktion werde großteils an die Tochter Thornton & Ross
Stada kauft Hautpflegeprodukte von GSK
19. März 2019
Bad Vilbel – Stada will nach der Übernahme durch Finanzinvestoren sein Geschäft kräftig ausbauen. „Wir planen, 2019 weltweit ein paar Hundert Mitarbeiter einzustellen“, sagte Stada-Chef Peter
Stada will Hunderte Mitarbeiter einstellen
28. November 2018
Bad Vilbel – Stada hat Untersuchungen gegen frühere Vorstände eingestellt. Die Aufarbeitung von Vorwürfen gegen den früheren Vorstandschef Matthias Wiedenfels und Ex-Finanzvorstand Helmut Kraft seien
Stada stellt Untersuchungen gegen frühere Vorstände ein
13. November 2018
Frankfurt am Main – Mehr als ein Jahr nach der Übernahme befindet sich der Pharmakonzern Stada nahezu komplett in Hand der Finanzinvestoren Bain und Cinven. Mit ihrem jüngsten Angebot haben sie fast
Stada fast vollständig in Hand der Finanzinvestoren
12. Oktober 2018
Bad Vilbel/Frankfurt am Main – Die Tage das Pharmakonzerns Stada an der Börse sind gezählt. Die mit rund 65 Prozent dominierenden Finanzinvestoren Bain und Cinven machen den übrigen Aktionären wie
Finanzinvestoren wollen restliche Stada-Aktien aufkaufen
1. Oktober 2018
Bad Vilbel/Frankfurt am Main – Der Pharmakonzern Stada wird nach fast 21 Jahren an der Börse bald vom Kurszettel verschwinden. Die Finanzinvestoren Bain und Cinven wollen den Grippostad-Hersteller
Finanzinvestoren nehmen Pharmakonzern Stada von der Börse
31. August 2018
Bad Vilbel – Stada-Chef Claudio Albrecht verlässt den Pharmakonzern nach seinem planmäßigen Ausscheiden doch komplett. Ursprünglich hatte es geheißen, dass der Manager, der morgen abtritt, in eine
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER