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Ärzteschaft

Neue Kampagne wirbt für Niederlassung in Westfalen-Lippe

Montag, 6. Oktober 2014

Dortmund – Eine neue Nachwuchskampagne der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) soll junge Ärzte motivieren, sich in dem Landesteil nieder­zulassen. „Mit unserer Kampagne möchten wir vor allem jungen Ärzten zeigen, wie attraktiv eine Tätigkeit in der ambulanten Versorgung sein kann. Gleichzeitig wollen wir den Medizinern Sicherheit vermitteln, dass sie sich auf unsere Unterstützung und Beratung verlassen können“, sagte der Zweite KV-Vorsitzende und Initiator der Kampagne, Gerhard Nordmann.

Zentrum der Kampagne ist die neue Internetseite www.praxisstart.info, auf der Nach­wuchs­mediziner Wissenswertes rund um eine Niederlassung als Vertragsarzt und über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten durch die KV erfahren.

Begleitet wird die neue Homepage durch eine Plakataktion in vielen westfälischen Städten. Auf insgesamt 150 großflächigen Plakaten und Anzeigen wird die Kampagne unter dem Motto „Ich will Ihr Nächster sein: und übernehme Ihre Praxis“ in den kommenden Wochen beworben.

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„Viele junge Mediziner suchen nach einem Weg, ihre intensive berufliche Tätigkeit mit einem erfüllten Privatleben zu verbinden“, sagte Nordmann. Die Niederlassung biete mittlerweile viele Optionen, individuelle Wünsche umzusetzen. „Genau dies wollen wir durch die Kampagne unter den Medizinern bekannt machen und gleichzeitig auch für den Standort Westfalen-Lippe werben“, erläuterte der KV-Vize das Ziel der Kampagne.

In Westfalen-Lippe sind nach Angaben der KV rund 33 Prozent der insgesamt etwa 4.900 westfälischen Hausärzte über 60 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren versuchen, ihre Praxen an einen Nachfolger zu übergeben. Im Augenblick sind in dem Landesteil etwa 300 hausärztliche Zulassungsmöglichkeiten unbesetzt.

© hil/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Mittwoch, 8. Oktober 2014, 11:39

Ein Wunder nach vier Jahren Praxis

beschreibt eine Kollegin in einem leider nicht öffentlich zugänglichem Forum:
"Ich musste selbst darauf kommen, dass Kassenarzt in Deutschland zu sein, bedeutet, die Musik nicht bestellt zu haben, diese aber bezahlen zu dürfen.
Nach 4 Jahren begriffen, dass nicht ich es bin, die das System nicht versteht. Jetzt bin ich raus und kann wieder gut schlafen. Leider noch ein Abschiedsgruß von der Prüfstelle mit einer Regressandrohung im 6-stelligen Bereich. Jetzt heißt es Anwalt einschalten, Stellung nehmen und hoffen, dass der Kelch an einem vorbei geht."
Avatar #580775
der_Nachwux
am Dienstag, 7. Oktober 2014, 16:16

man wundert sich doch immer wieder

Ich bin ein junger niedergelassener Arzt in OWL. Nach 2 Jahren in der freien Praxis in ländlicher Gegend kann ich immer wieder nur staunen, was Politik und KV doch alles auf die Beine stellen (wollen).

Komischerweise hat mich von denen noch nie einer gefragt: wo drückt der Schuh? Was für Probleme haben Sie in den letzten 2 Jahren erlebt? Wo können wir Hindernisse abbauen?

Der Nachwuchs ist mit Versprechungen von mehr Geld nicht zu locken! Die Probleme liegen doch auf ganz anderen Ebenen!

Letztlich Lippenbekenntnisse und Papiertiger...
Avatar #672734
isnydoc
am Dienstag, 7. Oktober 2014, 10:28

Funktionäre der KV leben in einer besonderen Welt

Wenn man diesen Satz liest:
"Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist vor allem eines: Dienstleister der ersten Wahl für ihre Mitglieder"
dann dürften vor allem "Bärendienste" gemeint sein wie z.B. solche Entscheidungen, dass die Kassenärzte nicht nur Notfalldienste zu leisten haben sondern sie auch noch zum Grossteil selbst finanzieren. Bauernfängerei erster Güte!
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