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Ärzteschaft

Heilberufe fordern menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen

Dienstag, 7. Oktober 2014

Frankfurt/M. – Das Bündnis heilen & helfen in Hessen fordert, die Verantwortung für Flüchtlinge ernst zu nehmen sowie respektvoll und menschenwürdig mit ihnen umzugehen. Grundlage dafür sei, dass Bund und Länder für menschenwürdige Flüchtlingsunterkünfte und geeignetes Betreuungspersonal sorgten.

„Wir sind alle zu lautstarkem Protest aufgerufen, wenn den Schwachen in unserer Gesellschaft – und zu ihnen zählen schutzbedürftige Flüchtlinge – Unrecht angetan wird. Worauf es ankommt, ist Solidarität und der selbstverständliche Respekt für alle Menschen gleich welcher Staatsangehörigkeit und Religion“, sagte der hessische Ärztekammerpräsident Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach.

Bündnis heilen & helfen

  • Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen 
  • Landeszahnärztekammer Hessen
  • Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen
  • Landesapothekerkammer Hessen
  • Landeskammer für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Hessen Landestierärztekammer Hessen
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Anlass zu dem aktuellen Aufruf bilden Vorkommnisse in jüngster Zeit: Ende September wurde bekannt, dass in einer Notunterkunft in Nordrhein-Westfalen mutmaßlich Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes Flüchtlinge misshan­delt hatten.

Das Bündnis sieht in diesen Ereignissen „jegliche Grenze mensch­lichen Miteinanders überschritten“. Dass Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchten, auf hasserfüllte Gewalt stießen, sei „abscheulich und in keiner Weise hinnehmbar“.

Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben in der Zeit von Januar bis Juni 77.109 Personen in Deutschland Asyl beantragt, 58,9 Prozent mehr als im ersten Halb­jahr 2013. Am häufigsten stammten sie aus Syrien (12.888), aus Serbien (9.361) und aus Afghanistan (4.528). „Im Umgang mit Flüchtlingen verschiedener Nationen, die häufig unter traumatischen Erfahrungen leiden, sind interkulturelles Verständnis und Sensibilität notwendig“, fordert der hessische Ärztekammerpräsident.

Wer dagegen preiswerte, private Sicherheitsfirmen engagiere, ohne sich um die fach­lichen Qualifikationen der Angestellten zu kümmern, dürfe sich über die Folgen nicht wundern. Die Länder müssten ihre Verantwortung für Flüchtlinge ernst nehmen, so seine Aufforderung. © hil/aerzteblatt.de

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