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Ärzteschaft

Neuer Rheuma-IV-Vertrag startet in Nordrhein und in Bayern

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Hamburg – Auf den Start eines neuen Versorgungsvertrages für Patienten mit entzünd­lichem Rheuma wie rheumatoider Arthritis hat die Techniker Krankenkasse (TK) hinge­wiesen. Er startet zunächst in Bayern und der Region Nordrhein. „Bei Rheuma lässt sich die Uhr nicht zurückstellen. Deshalb fördern wir das frühe Erkennen der Krankheit und streben an, dass die adäquate Therapie entsprechend früh beginnt“, sagte Mathias Brunner, zuständiger Fachreferatsleiter bei der TK.

Der Vertrag beruht auf einem Konzept des Hausärzteverbandes das wiederum auf der Hausarztzentrierten Versorgung nach Paragraph 73b des fünften Sozialgesetzbuches beruht. Laut der TK ist auch der Berufsverband Deutscher Rheumatologen eng beteiligt.

In dem Versorgungskonzept ist der Hausarzt erste Anlaufstelle und Koordinator der Behandlung. Dieser achtet auf die typischen Symptome und sorgt schon bei einem Anfangsverdacht für einen kurzfristigen Termin beim Rheumatologen. Bestätigt sich der Verdacht, stimmen Hausarzt und Rheumatologe die weitere Therapie ab und definieren ein gemeinsames Behandlungsziel. Ein Schwerpunkt des neuen Behandlungsmodells sind rheumakranke Kinder und Jugendliche. Kinder- und Jugendrheumatologen sind daher eng in das Projekt eingebunden und begleiten den fließenden Übergang in die Erwachsenenmedizin.

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Die Rheumatologen erhalten für die Betreuung der Patienten Zuschläge, die über die Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab hinausgehen.

Neben der engen Hausarzt-Facharzt-Zusammenarbeit steht die leitliniengerechte Medikamentengabe im Zentrum des neuen Versorgungsmodells. Hinzu kommen weitere Angebote für Rheumapatienten, wie spezielle Patientenschulungen durch geschulte Arzthelferinnen. Sie helfen bei der besseren Alltagsbewältigung mit Rheuma, fördern das Wissen um die Krankheit und stärken so die Eigenverantwortung und die Therapietreue, beispielsweise im Umgang mit Medikamenten.

Außerdem sind laut der TK auf Rheuma spezialisierte Klinikambulanzen sowie Kranken­häuser mit einer rheumatologischen Fachabteilung an dem Modell beteiligt. „Unser Ziel ist es, die Krankheit mit einem integrierten Behandlungsmodell zum Stillstand zu bringen und damit einen stabilen Alltag für Rheumakranke zu ermöglichen“, so Brunner.

© hil/aerzteblatt.de

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