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Medizin

BRCA1/2 erhöhen Risiko auf Speicheldrüsenkrebs

Donnerstag, 9. Oktober 2014

dpa

Columbus - Träger der Brustkrebsgene BRCA1 und BRCA2 erkranken offenbar häufiger an Speicheldrüsenkrebs. Dies kam jetzt in einer Studie in JAMA Otolaryngology—Head & Neck Surgery (2014; doi:10.1001/jamaoto.2014.1998) heraus.

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass die BRCA1- und 2-Gene nicht allein das Risiko auf Mamma- und Ovarialkarzinom erhöhen. Da die Mutationen in allen Zellen des Körpers die Selbstreparatur der DNA behindern, wurden Verbindungen mit anderen Krebserkrankungen vermutet. Inzwischen gilt eine Assoziation mit Prostata- und Pankreaskarzinomen als gesichert.

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Ein Team um Rebecca Nagy vom Wexner Medical Center in Columbus/Ohio hat jetzt eine Datenbank mit 5.754 Genträgern ausgewertet. Darunter waren drei Patienten, die auch an Tumoren der Speicheldrüsen erkrankt waren. Dies ergibt eine Häufigkeit von 0,052 Prozent. Sie ist 17-fach höher als die Inzidenz in der übrigen US-Bevölkerung, wo von 100.000 Einwohnern drei an Malignomen der Speicheldrüsen erkrankten (0,003 Prozent).

Der Unterschied ist signifikant, angesichts der geringen Fallzahl sei aber eine Über­prüfung durch andere Studien notwendig, findet Nagy. Dennoch rät die Genetikerin allen Patienten mit positivem BRCA1/2-Status, Schwellungen der Speicheldrüsen frühzeitig abklären zu lassen. © rme/aerzteblatt.de

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