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Politik

Kaufmännische Krankenkasse fordert Umbau von Präventionsangeboten

Freitag, 10. Oktober 2014

Hannover/Berlin – Die KKH Kaufmännische Krankenkasse will Präventionsangebote gezielt auf den Prüfstand stellen. Sie sollten neu strukturiert und stärker in den Fokus der Bevölkerung gerückt werden, um das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen zu stärken, forderte KKH-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit im Rahmen des 17. Berliner Dialoges.

„Es gibt eine Vielfalt an Präventionsmaßnahmen, diese bleiben aber oft wirkungslos“, verwies der Kassenchef. Denn diejenigen, die am stärksten von diesen Angeboten profitieren würden, nutzen sie am wenigsten. So nehmen der KKH zufolge beispielsweise Herzerkrankungen, Depressionen und Bandscheibenschäden rasant zu, obwohl die Krankenkassen bereits heute 238 Millionen Euro für Prävention aufwenden.

Politik muss handeln
Sie zählten im vergangenen Jahr zu den Top 15 der Krankenhausdiagnosen von KKH-Versicherten und führten zu hohen Kosten. Allein für den Arzneimittelverbrauch von Diabetes-Patienten hat die KKH nach eigenen Angaben 2013 insgesamt 53,7 Millionen ausgegeben.

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Kailuweit sieht deshalb vor allem die Politik sieht in der Verantwortung, entsprechende Rahmenbedingungen durch ein Präventionsgesetz zu schaffen. „Sinnvolle Ansätze und innovative Ideen der Krankenkassen müssen in die Fläche gebracht werden“, appellierte der Vorstandschef. Er forderte deshalb zentrale Anlaufstellen, die einen Überblick über alle Angebote und deren Inhalte geben.

Die einzelnen Maßnahmen müssten koordiniert, Qualitätsstandards definiert und Ergebnisse ausgewertet werden. Darüber hinaus sollten Präventionsangebote enger mit Kindertagesstätten und Schulen verzahnt werden, um früh für dieses Thema zu sensibilisieren. „Es fehlt uns an Bedarfsermittlung, Nachhaltigkeit und Abstimmung“, kritisierte Kailuweit. © hil/aerzteblatt.de

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