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Ausland

Weltbank-Chef Kim regt globalen Fonds zur Epidemie-Bekämpfung an

Freitag, 10. Oktober 2014

Washington – Angesichts der schleppenden internationalen Antwort auf die Ebola-Krise in Westafrika hat Weltbank-Chef Jim Yong Kim einen globalen Nothilfefonds zur Bekämpfung von Epidemien angeregt. Die Welt habe den Internationalen Währungsfonds (IWF) für den Einsatz bei Finanzkrisen, sagte Kim bei der Herbsttagung von IWF und Weltbank am Freitag in Washington. „Wenn es dagegen um Gesundheits-Notfälle geht, dann ist unser institutioneller Instrumentenkasten leer.” Derzeit gebe es keine Einrichtung, die bei Epidemien den betroffenen Ländern finanziell und beratend zügig zur Seite stehen könne.

Die internationale Gemeinschaft habe „spät, unzureichend und langsam” auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika reagiert, kritisierte Kim. Die Weltbank wolle daher gemeinsam mit dem IWF, den Vereinten Nationen und den regionalen Entwicklungsbanken Vorschläge für einen Anti-Epidemie-Fonds entwickeln, um künftigen Krisen besser zu begegnen.

Die Zahl der Ebola-Opfer in Westafrika ist nach Angaben der  Weltgesundheits­organisation (WHO) auf 4.024 gestiegen. Insgesamt seien in Guinea, Liberia und Sierra Leone 8.376 Menschen erkrankt, berichtete die WHO am Freitag in Genf. Besonders dramatisch ist die Situation weiterhin in Liberia. Mehr als die Hälfte aller Opfer wurden dort verzeichnet. Unter den Toten sind auch insgesamt 233 Helfer aus dem Gesund­heitsbereich.

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Die Europäische Union hat unterdessen eine Luftbrücke in die von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten in Westafrika eingerichtet. Wie ein Kommissionssprecher in Brüssel bestätigte, begann die neue Hilfsaktion am Freitag. Sie sieht Flüge nach Sierra Leone, Liberia und Guinea vor. Die erste Boeing 747 sollte rund 100 Tonnen Hilfsgüter von Amsterdam in die sierra-leonische Hauptstadt Freetown bringen. Seit Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika hat die EU-Kommission nach eigenen Angaben bereits rund 180 Millionen Euro zur Unterstützung der betroffenen Staaten bereitgestellt. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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