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Viele Kardiologen befürworten Telemedizin

Montag, 13. Oktober 2014

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Düsseldorf – Viele Kardiologen befürworten eine flächendeckende Einführung von Telemedizin zur Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Herzrhythmus­störungen in ihrem Arbeitsumfeld. Sie erwarten davon unter anderem eine Optimierung der Versorgung und mehr Therapietreue. Eine gemeinsame elektronische Patientenakte halten die Kardiologen dagegen für weniger wichtig. Das sind einige Ergebnisse einer Befragung des Fraunhofer-Instituts für Software-Engineering, der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke und des Westpfalz-Klinikums Kaiserslautern.

Die Studienautorin Silke Steinbach hat sie auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie Mitte Oktober in Düsseldorf vorgestellt. „Telemedizinische Versorgungsangeboten ermöglichen es, „der Zunahme an chronischen Erkrankungen und der abnehmenden Verfügbarkeit fachärztlicher Expertise im ländlichen Raum zu begegnen. Das gilt insbesondere für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, sagte Steinbach auf der Tagung.

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Nur 12,5 Prozent gegen Telemedizin
Laut der Befragung stehen 58,3 Prozent einer flächendeckenden Einführung von Telemedizin in ihrem Arbeitsumfeld positiv gegenüber. „Nur eine Minderheit von 12,5 Prozent spricht sich gegen Telemedizin aus“, so die Studienautorin. Allerdings wollen die Mediziner die Telemedizin-Leistungen entsprechend abgegolten sehen: 56,5 Prozent der befragten Ärzte verlangen eine Regelvergütung dafür, 39,1 Prozent sehen eine Vergü­tung im Rahmen von Disease Management Programmen und 30,4 Prozent als Angebot der integrierten Versorgung als Optionen.

Therapietreue wird gestärkt
Einen entscheidenden Vorteil sehen die Mediziner laut der Befragung in der Erhöhung der Therapietreue von Herzinsuffizienz-Patienten durch die regelmäßige Übermittlung von Vitalparametern im Rahmen der telemedizinischen Begleitung. „Generell erwarten die Mediziner ein geschärftes Bewusstsein der Patienten für ihre medizinische Situation und einen selbständigeren Umgang mit der Erkrankung“, so die Studienautoren.

© hil/aerzteblatt.de

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