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Deutsche Leberstiftung startet Hepatitis C-Register

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Essen – Die Deutsche Leberstiftung hat das „Deutsche Hepatitis C-Register“ gestartet. Ziel ist es, mit den gesammelten Informationen die Behandlung der Patienten weiter zu optimieren. Der Stiftung zufolge sind mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) weltweit bis zu 170 Millionen Menschen infiziert; allein in Deutschland sind vermutlich etwa 300.000 bis 600.000 Menschen betroffen. Mit neuen Medikamenten können fast alle Patienten geheilt werden – unabhängig vom Stadium ihrer Lebererkrankung.

Die Ausheilung der Hepatitis C ist laut Stiftung bedeutsam, denn sie verringert die Wahrscheinlichkeit, an einem Leberzellkrebs zu erkranken und führt zu einer höheren Lebenserwartung. Doch damit die neuen Therapien der Hepatitis C auch tatsächlich allen Betroffenen zugutekommen können, müssen nach der Zulassung der Medikamente weitere Informationen gesammelt werden.

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Die Deutsche Leberstiftung hat sich daher entschlossen, in Kooperation mit dem Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands (bng) das Deutsche Hepatitis C-Register zu führen. Dabei kann die Stiftung auf ein bereits etabliertes Register zurückgreifen. In diesem wurden über 40.000 Patienten erfasst, die an einer chronischen Hepatitis C leiden. Im neuen Register können zukünftig alle Therapieformen der Hepatitis C aufgenommen werden. Das gilt auch für die Medikamente, die noch nicht zugelassen sind, so dass direkt nach Zulassung das Register erweitert werden kann.

„Wir haben mit der Fortführung und dem Ausbau des Registers eine einmalige Chance, auch die neuen Therapien von Anfang an in bewährter Weise zu dokumentieren“, sagte bng-Mitglied Dietrich Hüppe. Damit biete das Register eine einzigartige Quelle für wissenschaftliche Auswertungen der neuen Hepatitis C-Therapien.

Durch die Weiterführung der vorhandenen Daten und die Übernahme in das Deutsche Hepatitis C-Register bestehe außerdem die Möglichkeit, die neuen und die alten Thera­pieformen miteinander zu vergleichen. Mit den so gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen könne die Versorgung der Patienten mit einer Hepatitis C enorm verbessert werden. © hil/aerzteblatt.de

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