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Ärzteschaft

Ärztliche Spitzenverbände rufen zu einer Gemeinschaftsaktion gegen Ebola auf

Freitag, 17. Oktober 2014

Freiwillige medizinische Helfer können sich beim DRK melden: https://drkhrnet.drk.de/Home

Berlin – 16 ärztliche Spitzenverbände haben heute in Berlin Maßnahmen zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie beraten. Sie rufen zu einer internationalen Gemeinschaftsaktion zur Eindämmung der Epidemie in Westafrika auf. Der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien, aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer erschwerten die Seuchenbekämpfung vor Ort. Daher sind dringend kurz-, mittel- und langfristig wirksame Interventionen notwendig.

  1. Die ärztlichen Spitzenverbände bitten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, hierfür Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen aufzunehmen (Webseite des Deutschen Roten kreuzes, auf der sich freiwillige medizinische Helfer melden können).
  2. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine ausreichende Absicherung für die Helferinnen und Helfer aus Deutschland, die sich in den Ebola-Krisengebieten einsetzen, sicherzustellen, insbesondere ausreichende Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung, Arbeitsplatzgarantie und Versorgungsgarantien bei Krankheitsfällen, wie den Rücktransport nach Deutschland.
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  3. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die notwendige Versorgung mit Ausrüstungen zum Schutz von Ärzten und weiteren vor Ort helfenden Mitarbeitern unverzüglich bereitzustellen und damit das Risiko von Ansteckungen zu vermeiden. Eine angemessene Vorbereitung und Ausbildung der Helfer muss sichergestellt werden.
  4. Es ist unerlässlich, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken, auch um eine Ausbreitung der Seuche in andere Weltregionen zu verhindern. Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft sind aufgerufen, ihre finanzielle Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung vor Ort zu intensivieren. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Geldspenden die Arbeit der Helfer unterstützen.
  5. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die künftig eine schnellere und effektivere internationale Intervention in solchen Krisenfällen ermöglichen. Notwendig sind zudem Investitionen in die Impfstoffforschung sowie wirksame Strategien zur  Durchführung von Impfungen.

    Verbände
    Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
    Bundesärztekammer
    Bundesverband der Knappschaftsärzte e. V.
    Deutscher Ärztinnenbund e. V.
    Deutscher Hausärzteverband e.V.
    Freie Ärzteschaft e. V.
    Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)
    Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
    Kassenärztliche Bundesvereinigung
    Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
    MEDI GENO Deutschland e. V.
    Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland
    NAV-Virchow-Bund
    Sanitätsdienst der Bundeswehr
    Spitzenverband FachärzteDeutschlands e. V. (SpiFA)
    Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V.

    Aktion Deutschland Hilft
    Spenden-Stichwort: Ebola, Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
    Deutsche Rote Kreuz, Stichwort Ebola
    Kontonr: 41 41 41 BLZ: 370205
     

© EB/aerzteblatt.de

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