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Uniklinik Mainz eröffnet erste Vorhofflimmer-Unit Deutschlands

Freitag, 17. Oktober 2014

Mainz – Um die Akut- und Erstversorgung von Patienten mit Vorhofflimmern zu verbessern, hat die Universitätsmedizin Mainz die bundesweit erste Vorhofflimmer-Unit eingerichtet. Sie ist mit speziell geschultem Personal sowie einer komplexen Monitor­anlage ausgestattet, um kritische Situationen sofort erfassen zu können. „Die Vorhof­flimmer-Unit wird uns helfen, Patienten mit dieser häufigen und komplexen Rhythmus­störung schnell und effizient behandeln zu können“, betonte Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, im Rahmen der Eröffnung. 

So können in der Einrichtung beispielsweise im Bedarfsfall umgehend Schluckecho-Untersuchungen (TEE) zum Ausschluss von Blutgerinseln im linken Vorhof sowie Kardioversionen durchgeführt werden. Je nach Verlauf wird der Patient dann nach entsprechender Überwachung entlassen oder stationär weiterbehandelt – zum Beispiel mittels einer interventionellen Therapie in Form einer Katheterablation.

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Für die Überwachung und Behandlung in der Vorhofflimmer-Unit steht eine 24-Stunden-Rufbereitschaft zur Verfügung. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Patienten, die an Vorhofflimmern leiden, in den nächsten 20 Jahren verdreifachen wird. Dabei steigt das Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken, mit dem Alter exponentiell an.

Während in der Altersgruppe der über 60-jährigen bis zu vier Prozent der Bevölkerung an Vorhofflimmern leiden, sind es bei den über 80-jährigen schon zwischen zehn und 15 Prozent. Neben dem Alter als bedeutendster Risikofaktor sind vor allem Menschen betroffen, die an Bluthochdruck, Diabetes oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden. Häufig geht die Herzrhythmusstörung auch mit anderen grundlegenden Herzkrankheiten wie einer Herzschwäche oder Herzklappenfehlern einher. © hil/aerzteblatt.de

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