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Politik

Kampagne zum Welt-AIDS-Tag thematisiert Ängste vor Ansteckung

Montag, 20. Oktober 2014

Berlin/Köln/Bonn – Die heute startende Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2014 thematisiert unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag. Plakate mit Alltagssituationen sollen dabei helfen, diese Ängste hinter sich zu lassen und Respekt und Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen zu fördern. „In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam wichtige Fortschritte in der Prävention und Behandlung von HIV erzielt. Diesen Weg müssen wir fortsetzen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Auftakt der Kampagne. Das Wissen um den Umgang mit HIV sei eine entscheidende Voraussetzung dafür, eine Ausgrenzung von Menschen mit HIV zu verhindern, betonte der Minister.

Die Kampagne umfasst fünf Plakatmotive mit einer Frage-Antwort-Kombination zur HIV-Infektion. „Würdest Du jemanden mit HIV küssen? Klar, wenn er mein Typ ist“ ist eine davon. Eine neue Website und verstärkte Präsenz in den sozialen Medien ergänzen die Plakatkampagne. Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt.

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Sie weisen darauf hin, dass HIV-positive Menschen in jedem Beruf arbeiten, ihre Freizeit gestalten, wie sie mögen, Partnerschaft und Sexualität erleben und Kinder bekommen könnten, die nicht mit HIV infiziert seien. „Ein erfülltes Leben mit HIV ist also möglich – aber nicht mit Diskriminierung“, so die Organisationen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt, dass in Deutschland Ende 2013 etwa 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion lebten. Dass die Zahl seit Anfang der 1990er Jahre stark gestiegen ist, liege unter anderem an den heute guten Behandlungsmöglichkeiten. HIV-Infizierte haben unter der Therapie eine annähernd normale Lebenserwartung.

Der Zeitraum von der Infektion bis zur Diagnose beträgt laut dem RKI in Deutschland etwa fünf Jahre. Es gebe noch immer viele Fälle, bei denen die CD4-Werte bei der Diagnose bereits auf unter 200 abgefallen seien. Der Anteil dieser späten Diagnosen könnte durch häufigere Testung von Menschen mit Infektionsrisiken auf HIV reduziert werden, lautet ein Appell des RKI. © hil/aerzteblatt.de

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