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Politik

Hartmannbund offen für vierten Abschnitt im PJ – aber gegen Pflichtquartal

Montag, 20. Oktober 2014

Berlin – Die Medizinstudierenden im Hartmannbund haben sich erneut gegen einen zusätzlichen Pflichtabschnitt im praktischen Jahr ausgesprochen. Eine sogenannte Quartalstruktur sei aber denkbar. Sie beziehen sich damit auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates, die eine Aufteilung des PJ in vier Ausbildungsabschnitte zu je zwölf Wochen beinhalten. „Diese Quartalstruktur mit zwei Pflicht- und zwei Wahlfächern würde den Medizinstudierenden eine größere Wahlfreiheit ermöglichen“, sagte der Ausschuss­vorsitzende Theodor Uden.

Neben den weiterhin verpflichtenden Ausbildungsabschnitten in der Inneren Medizin und der Chirurgie hätten die Studierenden die Möglichkeit, nicht wie bisher ein, sondern zwei Fächer zu wählen. „Aber wir sehen die Einführung eines weiteren Pflichtabschnitts im PJ als einen großen Fehler an und fordern die Verantwortlichen auf, das geplante Pflicht­quartal in der Allgemeinmedizin ad acta zu legen“, betonte Uden.

Nach Auffassung des Hartmannbundes ist die Allgemeinmedizin an den Universitäten mittlerweile recht gut aufgestellt: So könnten 25 der insgesamt 37 Fakultäten ein Institut für Allgemeinmedizin beziehungsweise einen Lehrstuhl vorweisen, die weiteren Fakultäten seien mit Lehrbereichen beziehungsweise Abteilungen auf dem Weg dorthin.

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„Die Liste der erfolgreichen Projekte ist lang und zeigt, dass die Allgemeinmedizin stark aufgeholt hat“, sagte Uden auch mit Verweis auf das 2012 eingeführte zweiwöchige Blockpraktikum und die einmonatige Famulatur in der hausärztlichen Versorgung. Auch die in der Approbationsordnung festgeschriebene Regelung, wonach ab 2019 für alle Studierenden im PJ ein Wahltertial in der Allgemeinmedizin möglich sein soll, habe dazu ihren Teil beigetragen.

Uden forderte abzuwarten, wie die Studierenden dieses annähmen und nicht „am Mehrheitswillen der deutschen Medizinstudierenden vorbei eine weitere Zwangsmaßnahme wie das Pflichtquartal in der Allgemeinmedizin durchzudrücken“. © hil/aerzteblatt.de

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