Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Homöopathika immer beliebter

Montag, 20. Oktober 2014

dpa

Berlin – Immer mehr Menschen in Deutschland greifen auf homöopathische Arzneimittel zurück. Der Anteil der Verwender stieg von 53 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell 60 Prozent. Das berichtet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) auf der Basis einer repräsentativen Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Mai und Juni dieses Jahres durchgeführt hat. Befragt wurden insgesamt 1.503 Personen ab 16 Jahren in ganz Deutschland.

„Insgesamt ist festzustellen, dass homöopathische Arzneimittel immer mehr an Bedeu­tung gewinnen“, sagte Barbara Steinhoff, Leiterin der Abteilung Pflanzliche und Homöopathische Arzneimittel im BAH.

Die Meinungsforscher fragten die Teilnehmer der Umfrage auch, bei welchen Beschwer­den sie Homöopathika erfolgreich genommen haben. 56 Prozent der Verwender gaben unter anderem Erkältungen und grippale Infekte, 30 Prozent Stärkung des Immun­systems und 24 Prozent Insektenstiche/Sonnenbrand an. 22 Prozent sagten, dass sie Homöopathika erfolgreich bei Kopfschmerz genommen haben, gefolgt von Verdau­ungsbeschwerden (21 Prozent) sowie Schlaflosigkeit und Magenbeschwerden (jeweils 19 Prozent).

Die Verwender bescheinigen homöopathischen Arzneimitteln dabei eine besonders gute Verträglichkeit: Die breite Mehrheit ist überzeugt, dass homöopathische Arzneimittel nebenwirkungsarm sind. Über die Hälfte stimmt den Aussagen zu, dass Homöopathika besonders gut verträglich und zudem gut für Kinder geeignet sind.

Die Untersuchung zeigt, dass vor allem Frauen gern zu Homöopathika greifen. 73 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, diese Arzneimittel zu verwenden, der Anteil der Männer liegt bei 48 Prozent. In Westdeutschland nehmen 64 Prozent homöo­pathische Arzneimittel ein, im Osten des Landes sind es 44 Prozent. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

der eine Andreas
am Donnerstag, 23. Oktober 2014, 16:34

@Widerstand

Es ist viel schlimmer: Unsere Politike verhindern nicht den Betrug an kranken Menschen durch den Verkauf von Zuckerkügelchen mit (bzw. eigentlich OHNE) Inhaltsstoffe, die - außer einer evtl. Placebo-Wirkung - keinerler Wirkung zeigen können.
Aber wenn Sie auf Globuli setzen sollten - Guten Appetit bei DEN Inhaltsstoffen:
Turdus merula Herz und Blut der Amsel
Heloderma horridum getrocknetes Gift der Skorpion-Krustenechse
Phascolarctos cinereus Koala
Rattus norvegicus Rattenblut
Plutonium nitricum Plutonium
Uranium metallicum Uran
Bacillus pestis bubonicae Pest-Bazillen
Sanguis menstrualis Nos. Menstruationsblut
Benzol Benzin
Luna Mondlicht
Aktinolithische Hornblende Asbest

Und dann wird bei Pferdefleisch in der Lasagne ein Aufschrei durch D geprügelt!

Nb1date
am Dienstag, 21. Oktober 2014, 17:33

@Widerstand

@ Widerstand:
"...dass es der Pharmalobby in Zusammenarbeit mit den Politikern (wie profitable die auch immer aussieht) dennoch gelingt, immer mehr Naturheilmitel vom Markt zu drängen."
Haben Sie auch einen Beleg für den Blödsinn, den Sie hier schreiben?
Was hat die Homöopathie mit Naturheilmitteln zu tun? Könnten Sie das bei dieser Gelegenheit vielleicht auch noch erklären - Vielen Dank!
ViewPoint
am Dienstag, 21. Oktober 2014, 09:25

Verwirrung um Homöopathie

Hersteller von Homöopathika sind geschickt darin die Grenze zu Naturheilverfahren/ -wirkstoffen verschwimmen zulassen. Das führt zu Verwirrung der Patienten und indirekter Aufwertung der Homöopathie.
Widerstand
am Montag, 20. Oktober 2014, 21:48

60% greifen zur Homöopathie

Es ist erstaunlich, da wird eine Umfrage gestartet und heraus kommt, dass (wenn man hochrechnet) mehr als die Hälfte der Deutschen zu homöopathischen Mitteln greifen und die Beliebtheit steigt weiter.
Das erstaunliche daran ist, dass es der Pharmalobby in Zusammenarbeit mit den Politikern (wie profitable die auch immer aussieht) dennoch gelingt, immer mehr Naturheilmitel vom Markt zu drängen.
Als Fazit bleibt nur eines: Pharma und Politiker betrügen das Volk auf schmutzigste Art und Weise.
Was kostet ein Menschenleben?

Nachrichten zum Thema

25.05.17
Freiburg – Der 120. Deutsche Ärztetag fordert eine Reform des Heilpraktikerwesens. Der Gesetzgeber müsse alle invasiven Maßnahmen sowie die Behandlung von Krebserkrankungen vom zulässigen......
22.05.17
Freiburg – Homöopathie gehört nach Meinung des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Es fehle ihr......
20.04.17
Halle – Wissenschaftler der Universität Halle wollen von afrikanischen Heilern lernen und untersuchen dafür deren medizinisch genutzte Pflanzen. Ein entsprechendes Projekt des Bundesministeriums für......
29.03.17
Berlin – Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen wie Kurse und Homöopathie haben sich einem Bericht zufolge binnen vier Jahren fast verdoppelt. Im vergangenen Jahr seien......
01.03.17
Pflanzliche Präparate: Diese Wechselwirkungen sollten Kardiologen kennen
Rom – Zu den meisten pflanzliche Präparaten, die aus Heilpflanzen gewonnen werden, fehlen Studien, die ihre klinische Wirksamkeit belegen. Dennoch ist die Akzeptanz in der Bevölkerung groß, vor allem......
23.02.17
Berlin – In den USA sind möglicherweise mehrere Kinder an bestimmten homöopathischen Präparaten gestorben – für Deutschland gibt die zuständige Behörde Entwarnung. „Mit Blick auf den Patientenschutz......
10.02.17
Heidelberg – Die vier Universitätskliniken Heidelberg, Freiburg, Ulm und Tübingen haben das „Akademische Zentrum für Komplementäre und Integrative Medizin“ (AZKIM) gegründet, um Einflüsse und......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige