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Afrikanischer Frauenarzt Sacharow-Preisträger des Europaparlaments

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Daniel Mukwege dpa

Straßburg – Der afrikanische Frauenarzt Denis Mukwege erhält den Sacharow-Preis des Europaparlaments. Die Fraktionsvorsitzenden einigten sich einstimmig auf den Kongolesen, der sich auf die Behandlung von Vergewaltigungsopfern spezialisiert hat, wie der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), am Dienstag in Straßburg sagte. „Gewürdigt wird der Kampf Mukweges für den Schutz von Frauen”, sagte Schulz. Vergeben wird der mit 50 000 Euro dotierte Preis am 26. November.

Der 59-jährige Gynäkologe Mukwege hat das Panzi Krankenhaus in Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo gegründet. Er ist ein weltweit anerkannter Experte für die massiven inneren Verletzungen geworden, die Frauen und Mädchen durch Gruppenvergewaltigungen und gezielte Unterleibsverletzungen erleiden. Seit den 1990er Jahren hat Mukwege Tausende Frauen behandelt, manche von ihnen mehrmals.

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Bis zu zehn Operationen schafft der Arzt in seinem oftmals 18-stündigen Arbeitstag. Vielfach müssen alle internen Organe der Frauen rekonstruiert werden. Fast ebenso wichtig wie die Operationen ist die soziale und moralische Unterstützung der Vergewal­tigungsopfer im Bemühen, sie sozial wieder zu integrieren. Mukwege bildet auch Frauenärzte aus, denen er seine speziellen Techniken beibringt.  

2013 war Mukwege für seine Verdienste um die Menschenrechte mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. © dpa/aerzteblatt.de

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