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BZgA ruft zur moderaten Bewegung älterer Menschen auf

Donnerstag, 23. Oktober 2014

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Berlin – Durch körperliche Aktivität und Bewegung will die Bundeszentrale für gesund­heitliche Aufklärung (BZgA) die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen in Deutschland fördern und Pflegebedürftigkeit so weit wie möglich hinauszögern. Ihr neues Präventionsprogramm „Älter werden in Balance“ kostet drei Millionen Euro jährlich und wird  durch den Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) gefördert.

„Wir wissen, dass ältere Menschen heute selbstbestimmt und selbstständig leben wollen. Sie möchten mobil bleiben, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihren Alltag gestalten“, erklärte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, heute in Berlin. Das Programm unterstütze deshalb ältere Frauen und Männer in ihrem Bestreben, ein selbstständiges Leben bei guter Lebensqualität bis ins hohe Alter zu führen.

Im Fokus des neuen BZgA-Programms steht die Bewegung, gerade auch im höheren Lebensalter. „Sport ist ein Unwort, das bei vielen auf Abwehr stößt, deshalb wollen wir zu einer moderaten Bewegung motivieren“, sagte Pott. Die neuere Forschung habe zeigt, dass Bewegungsaktivitäten auch im fortgeschrittenen Alter einen hohen gesundheit­lichen Nutzen haben.“ Das Risiko an koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlag­anfall oder Diabetes Typ 2 zu erkranken, kann durch körperliche Aktivität gemindert werden. Aktuelle Studien bestätigen, dass eine Steigerung von Bewegung im Alltag auch positive Effekte hat, wenn bereits Einschränkungen und Krankheiten vorliegen.“

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Daten belegen allerdings auch, dass sich derzeit etwa 80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen nicht ausreichend bewegen. Das Programm richtet sich deshalb an Frauen und Männer ab 65 Jahren. Es soll mit gezielten Informationsangeboten das individuelle Gesundheitswissen älterer Menschen verbessern und sie mit leicht umzusetzenden Anregungen zu mehr Bewegungsaktivität im Alltag motivieren.

Als Botschafter des Programms unterstützt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthoch­schule Köln „Älter werden in Balance“. „Das Alter ist quasi eine zweite Pubertät“, sagt er. „Hier können orientieren sich die Menschen in ihren Handlungen häufig neu.“ Darüber hinaus ist Andreas Kruse, Gerontologe der Universität Heidelberg, einer der Botschafter des neuen Präventionsprogramms der BZgA. Die Überprüfung der Alltagstauglichkeit der Programminhalte für die Zielgruppe erfolgt in enger Abstimmung mit der Bundesarbeits­gemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).

Auf der Internetseite www.aelter-werden-in-balance.de  finden sich praktische Tipps und einen Film zum Programm. Ferner startet die BZgA heute den Fotowettbewerb "Bewegte Momente". Gesucht werden Fotos von Menschen über 60 Jahren mit ihren persönlichen Bewegungserlebnissen. Die Broschüre „Alltag in Bewegung“, die viele Anregungen zum Einbau von Bewegung in das tägliche Leben älterer Menschen gibt, kann bei der BZgA bestellt werden (Bestellnummer 60582320)./ER © ER/aerzteblatt.de

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