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Ärzteschaft

Baden-Württemberg baut präventiven Kinderschutz aus

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Stuttgart – Eine Rahmenvereinbarung für die gemeinsame Arbeit von Ärzten und der Kinder- und Jugendhilfe hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg mit dem Städte- und Landkreistag sowie dem Landesverband Süd der Betriebskranken­kassen (BKK) geschlossen. Ziel ist, unterstützungsbedürftigen Familien Hilfe anzubieten, noch bevor es zu Gefährdungen für die kindliche Entwicklung kommt. Die heute abge­schlossene Rahmenvereinbarung entwickelt das seit vier Jahren laufende Projekt „Frühe Hilfen“ weiter. Es bringt Ärzte, Psychotherapeuten und Jugendämter an einen Tisch.

Für den Vorstandsvorsitzenden der KV, Norbert Metke, ist dieser Vertrag richtungs­weisend: „Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern hat furchtbare, oft lebenslange Folgen. Umso wichtiger ist es, hier frühzeitig Hilfe anzubieten“, betonte er.

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Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) sieht in dem Vertrag einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer systematischen Vernetzung zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen. „Ich hoffe, dass von Baden-Württemberg eine Signalwirkung ausgeht, die auch andere Kassenverbände dazu ermutigt, den Weg des BKK-Landes­verbands Süd zu gehen“, sagte sie.

Jürgen Thiesen, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Süd, wies daraufhin dass bisher 26 Betriebskrankenkassen ihre Teilnahme am Vertrag erklärt hätten. Er geht davon aus, dass weitere Betriebskrankenkassen folgen werden.

Mit dem Programm „Frühe Hilfen“ werden Ärzte und Psychotherapeuten zusammen mit Mitarbeitern von Jugendämtern darin geschult, gemeinsam Qualitätszirkel abzuhalten und sich dabei über kritische Fälle auszutauschen. „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit dem BKK Landesverband Süd und den teilnehmenden Betriebskranken­kassen den ersten Schritt in die Regelversorgung machen können“, betonte Metke. © hil/aerzteblatt.de

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