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Zahl der Ebola-Kranken auf mehr als 10.000 gestiegen

Sonntag, 26. Oktober 2014

Genf/Bamako – Die Ebola-Epidemie ist weiter auf dem Vormarsch, die Zahl der Infizierten ist auf mehr als 10.000 gestiegen. Fast 5.000 von ihnen starben, wie die Weltge­sundheits­organisation (WHO) am Wochenende mitteilte. Nach dem Tod der ersten Ebola-Patientin in Mali wächst die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung dort. Auch Australien meldete einen Verdachtsfall. In den USA wurde erstmals eine Kranken­schwester unter Pflicht-Quarantäne gestellt.

Die Zahl der registrierten Erkrankungen stieg laut WHO auf 10.141 in acht Ländern. 4.922 Menschen starben bis zum 23. Oktober an Ebola. Mehr als jeder zweite Todesfall wurde der WHO zufolge in Liberia verzeichnet, dort starben 2.705 Patienten. Die anderen beiden Seuchenschwerpunkte sind die Nachbarländer Sierra Leone und Guinea.

Im benachbarten Mali starb am Freitag die erste Ebola-Patientin. Die Zweijährige hatte sich in Guinea infiziert. Die WHO warnte vor einer erhöhten Ebola-Gefahr, da das Mädchen während ihrer stundenlangen Heimreise in einem Bus möglicherweise andere Menschen angesteckt habe.

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 „Wir tun alles, um eine Panik und eine Psychose zu verhindern“, sagte Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita am Samstag dem französischen Radiosender RFI.  Mehr als 50 Menschen aus dem Umfeld des Mädchens wurden unter Quarantäne gestellt, die Kontrollen an den Flughäfen verstärkt. Die Lage in Mali sei ein „Notfall“.

Die Zweijährige war zusammen mit ihrer Großmutter im Reisebus aus Guinea in ihren Heimatort in den Südwesten Malis zurückgekehrt. Nach Angaben des malischen Gesundheitsministeriums war das Mädchen zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht ansteckend. Die Weltgesundheitsorganisation widersprach: Erste Symptome seien bereits aufgetreten, als sich das Mädchen noch in Guinea aufgehalten habe.

Die australischen Behörden meldeten am Sonntag einen Ebola-Verdachtsfall. Allerdings sei die Gefahr gering, dass sich eine 18-Jährige aus Brisbane tatsächlich bei einem Aufenthalt in Guinea angesteckt habe, sagte die Gesundheitschefin des Staates Queensland, Jeannette Young. Die junge Frau war vor elf Tagen aus Afrika zurückgekehrt. Nachdem sie Fieber bekam, wurde sie auf eine Isolierstation in Brisbane gebracht. Erste Testergebnisse sollen am Montag vorliegen. © afp/aerzteblatt.de

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