NewsPolitik1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel

Montag, 27. Oktober 2014

Berlin – Etwa 1,8 Milliarden Euro mehr als 2014 werden im nächsten Jahr für die Versorgung gesetzlich krankenversicherter Patienten mit Arzneimitteln zur Verfügung stehen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) Ende Oktober in den Verhandlungen über die Rahmenvorgaben für 2015 geeinigt. Die bundesweiten Anpassungsfaktoren für Arzneimittel wurden entsprechend um 5,5 Prozent angehoben. Auf Landesebene können Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen weitere Anpassungen vereinbaren, in die Zahl und Altersstruktur der Versicherten, Zielvereinbarungen oder Wirtschaftlichkeitsreserven einfließen.

Wie die KBV mitteilt, wird aufgrund der Neubewertung der bundesweiten Anpassungs­faktoren das Ausgabenvolumen für 2014 rückwirkend um 1,3 Prozent erhöht. Dabei wurden mit zusätzlichen 700 Millionen Euro auch die neuen, hochpreisigen Arzneimittel zur Behandlung der chronischen Hepatitis C berücksichtigt. 2015 stehen dafür etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung. Wie die KBV betont, sind die Verordnungskosten für die neuen Hepatitis C-Medikamente nicht Gegenstand der Richtgrößenprüfungen.

Anzeige

KBV und GKV-Spitzenverband vereinbaren jedes Jahr Rahmenvorgaben für Arznei- und Heilmittelmittel, die als Grundlage für die regionalen Verhandlungen dienen. Auf Bundesebene werden folgende Anpassungsfaktoren berücksichtigt: Preisentwicklung, gesetzliche Leistungspflicht, Richtlinien des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses, Einsatz innovativer Arzneimittel sowie Verlagerungen zwischen den Leistungsbereichen. © EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Berlin – Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat darauf hingewiesen, dass die Lieferengpässe bei Arzneimitteln nicht auf die Ausschreibungen der Krankenkassen zurückzuführen sind. Das zeige eine
Schuldiger für Lieferengpässe bei Arzneimitteln gesucht
18. Oktober 2019
Berlin – Aufgrund der seit längerem anhaltenden Lieferengpässe bei Medikamenten greifen Apotheker zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Laut einem Bericht des Branchendienstes Apotheke Adhoc hat ein Apotheker
Apotheker sucht Medikament über Facebook
14. Oktober 2019
Berlin – Lieferengpässe bei Arzneimitteln haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: Von 40 Meldungen (2015) auf 81 Meldungen (2016), auf 108 Meldungen 2017 und auf 268 Meldungen im
Zahl der Lieferengpässe bei Arzneimitteln deutlich angewachsen
9. Oktober 2019
Bad Segeberg – Angesichts zunehmender Lieferengpässe für Arzneimittel muss die Politik dringend handeln. Dafür machte sich die Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) heute stark. Sie fordert unter
Kammer Schleswig-Holstein ruft Politik wegen Arzneimittelengpässen zum Handeln auf
7. Oktober 2019
Mainz/Wiesbaden – Nach zwischenzeitlichen Lieferengpässen für Grippe-Impfstoffe im vergangenen Jahr sind aktuell bereits mehr Impfdosen ausgeliefert worden als in der gesamten Vorjahressaison. Zur
Bereits mehr Grippe-Impfdosen freigegeben als im vergangenen Jahr
4. Oktober 2019
Kiel – Der Apothekerverband Schleswig-Holstein rechnet in dieser Saison nicht mit Engpässen bei Grippeimpfstoffen. Zwar seien über den Verband weniger Impfdosen bestellt worden als im Vorjahr, sagte
Experten rechnen nicht mit erneuten Engpässen bei Grippeimpfstoffen
30. September 2019
Berlin – Die FDP-Gesundheitsexpertin Katrin Helling-Plahr befürchtet nach dem Brexit Engpässe bei der Versorgung deutscher Patienten mit einigen Medikamenten. „Es könnte auch sensible Medizinprodukte
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER