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Ärzteschaft

Bayerischer Ärztetag fordert Regelungen zur Versorgung von Flüchtlingen

Montag, 27. Oktober 2014

Weiden/München – Der 73. Bayerische Ärztetag hat am vergangenen Wochenende klarere Strukturen und Regeln zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen gefordert. Ärztliche Initiativen, Ärztliche Kreisverbände und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) machten den zuständigen Behörden seit mehr als einem Jahr Vorschläge, wie die medizinische Versorgung in den Unterbringungseinrichtungen gewährleistet werden könne, hieß es von dem Ärztetag in Weiden in der Oberpfalz.

Bis vor kurzem hätten die Behörden die Vorschläge aber mit bürokratischen Argumenten abgewehrt. Laut den Delegierten sind viele Ärzte bereit, sich bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge in Erstaufnahme- und Unterbringungseinrichtungen zu beteiligen. Dafür sei aber eine geeignete Infrastruktur nötig. Es sei eine staatliche Aufgabe, diese bereitzustellen. Die Delegierten forderten daher das zuständige Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration auf, zügig einen Vertrag zur gerätemäßigen und personellen Ausstattung der medizinischen Versorgungsbereiche auszuarbeiten.

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Wichtig sei, sogenannte medical points, in den Erstaufnahmeeinrichtungen einzurichten und eine angemessene medizinische Ausstattung bereitzustellen. Außerdem sollten Dolmetscher und medizinisches Assistenzpersonal zur Verfügung stehen. Die Kosten von Diagnostik und Therapie im Rahmen der weiterführenden vertragsärztlichen ambulanten und gegebenenfalls stationären Versorgung sollten zudem unbürokratisch übernommen werden, forderten die Delegierten. © hil/aerzteblatt.de

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