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Wissenschaftsrat: BfArM soll seine Forschung besser koordinieren

Montag, 27. Oktober 2014

Berlin – Der Wissenschaftsrat hat die Forschungsleistungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als gut, „in einzelnen Fällen auch als sehr gut“ bewertet. Allerdings müsse das Institut seine Forschungsaktivitäten intern besser koordinieren. „Die im Jahr 2012 eingerichtete Forschungsabteilung des BfArM, Bonn, konnte bereits erste wissenschaftliche Erfolge erzielen; ihren Auftrag, die auf insgesamt neun Fachabteilungen verteilten Forschungsaktivitäten des BfArM effizient zu koordinieren, konnte sie mangels geeigneter Instrumente allerdings nicht überzeugend wahrnehmen“, kritisierte der Wissenschaftsrat.

Das Institut bearbeite daher im Augenblick ein zu breites Themenspektrum, Forschungs­kooperationen gäbe es kaum. Der Wissenschaftsrat regt an, dass leitende Forscher und der kürzlich etablierte Vizepräsident Forschung die strategische Planung und die Verwendung der Forschungsmittel künftig gemeinsam treffen. Der Rat hat außerdem seine Empfehlung aus dem Jahr 2004 bekräftigt, einen eigenen Forschungshaushalt einzurichten.

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Dieser sollte anfangs etwa zehn Prozent des BfArM-Gesamtbudgets enthalten und schrittweise anwachsen. Zur Finanzierung dieses Forschungsetats schlägt der Wissenschaftsrat vor, eine explizite Forschungskomponente bei den Zulassungs­gebühren einzuführen, die die pharmazeutische Industrie für neue Arzneimittel entrichtet.

„Die erforderliche Weiterentwicklung der Forschung muss zügig erfolgen und ihr Ausbau engagiert vorangetrieben werden“, mahnte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Manfred Prenzel. Er betonte, „es dürfen nicht wieder acht Jahre vergehen, bis etwas passiert!“  © hil/aerzteblatt.de

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