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Politik

Neuer telefonischer Beratungsdienst zum Thema Krebs eingerichtet

Montag, 27. Oktober 2014

Berlin – Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft haben unter dem Namen „Infonetz Krebs“ einen neuen telefonischen Beratungsdienst für an Krebs erkrankte Patienten und ihre Angehörigen eingerichtet. „Dem großen Informations­bedarf, den Krebspatienten haben, wird gegenwärtig nicht adäquat Rechnung getragen. Das wollen die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft ändern“, sagte der Präsident der Krebshilfe, Fritz Pleitgen, heute vor Journalisten in Berlin.

Für das Infonetz haben Experten wissenschaftliche Artikel, Studien, Gesetzestexte und Erfahrungsberichte von Betroffen analysiert und in einer Datenbank zusammengeführt. „Die Inhalte sind so aufbereitet, dass sie die Patienten verstehen können“, erklärte die Leiterin des Datenbankprojekts bei der Deutschen Krebsgesellschaft, Jutta Hübner. Die Datenbank sei die  Grundlage der telefonischen Beratung.

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Bei der Beratung gehe es vor allem um medizinische Fragen, aber auch um psycho­onkologische Komponenten oder sozialrechtliche Fragen, sagte der Vorstands­vor­sitzende der Deutschen Krebshilfe, Hans-Peter Krämer. Die Beratung übernähmen neben Ärzte zum Beispiel auch Fachleute für Sozialrecht. 

Telefonische Beratung ersetzt nicht das Gespräch mit dem Arzt
„Wichtig ist mir zu betonen, dass die telefonische Beratung unter keinen Umständen das Gespräch mit dem behandelnden Arzt ersetzt“, betonte Krämer. „Das Beratungsangebot ist als zusätzlicher Service gedacht und soll den Patienten dabei unterstützen, aktiv und informiert an seiner Behandlung teilzuhaben.“ Ein Anruf unter der Telefonnummer 0800 80708877 ist kostenfrei. Finanziert wird das „Infonetz Krebs“ aus den Spendengeldern der Deutschen Krebshilfe. 

Die Aufgabenverteilung sei von Anfang an klar definiert gewesen, so Krämer weiter: „Die Krebsgesellschaft entwickelt mit ihrer hohen wissenschaftlichen Expertise eine Datenbank und übernimmt auch das notwendige regelmäßige Update und die Krebshilfe stellt die Infrastruktur für den Telefon- und Beratungsdienst zur Verfügung.“

Neues Krebsbuch für Patienten und Angehörige erschienen
Ebenfalls heute haben Krebshilfe und Krebsgesellschaft das „Handbuch gegen den Krebs“ vorgestellt, das unter der Mitwirkung der Bild-Zeitung im Zabert Sandmann-Verlag erschienen ist. „Das Buch fasst alles zusammen, was Patienten, Angehörige und interessierte Bürger zum Thema Krebs wissen müssen – von der Vorsorge bis zur Therapie und neuen Forschungsansätzen“, sagte Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Außerdem enthalte es einen Behandlungswegweiser für die 35 häufigsten Krebsarten, der sich an den medizinischen Leitlinien beziehungsweise an den aktuellen medizinischen Behandlungsstandards orientiere. Das Buch kostet 19,95 Euro. Zwei Euro gehen pro Exemplar an die Deutsche Krebshilfe. © fos/aerzteblatt.de

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