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Ausland

Neuer Ebola-Koordinator: Zehntausende Helfer notwendig

Montag, 27. Oktober 2014

Brüssel – Der neue Ebola-Koordinator der EU will im November nach Westafrika reisen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. „Die Folgen der Epidemie sind wirklich furchteinflößend”, sagte der vor wenigen Tagen ernannte Christos Stylianides am Montag. Er wolle mit seinem Besuch „persönliche Solidarität bekunden” und zeigen, „dass Angst und Isolation keine Option" beim Vorgehen gegen die Krankheit seien. Seine Reise werde voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche stattfinden.

Stylianides zufolge konnte die EU binnen weniger Tage ihre Finanzhilfe im Kampf gegen Ebola um ein Drittel aufstocken. Inzwischen hätten die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten mehr als 800 Millionen Euro aufgebracht, sagte der Zyprer, der ab November auch EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement ist. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Gipfeltreffen Ende vergangener Woche Gelder von insgesamt einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Am Freitag hatten die Hilfszusagen noch bei gut 600 Millionen Euro gelegen.

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Die internationale Gemeinschaft habe die Gefahr durch Ebola lange unterschätzt, sagte Stylianides. Nun sei eine große Hilfsaktion angelaufen, bei der es aber weiter „große Lücken” gebe. Seine Aufgabe sei es, diese zu identifizieren und Lösungen zu finden. Mit am stärksten fehlten in den betroffenen Staaten Fachpersonal und Pflegemöglichkeiten, sagte der 56-Jährige. Die Zahl der Krankenbetten müsse so schnell wie möglich von derzeit 1000 auf 5000 erhöht werden. "Für jedes Bett brauchen wir acht medizinische und sonstige Helfer." Damit seien insgesamt 40.000 Helfer nötig.

Der Generaldirektor der EU-Kommission für humanitäre Hilfe, Claus Sörensen, sagte, derzeit seien lediglich 200 Helfer aus dem Westen vor Ort. "Wir brauchen auf jeden Fall mehr." Sörensen nannte eine Zahl von 2.000 bis 3.000 internationalen Helfern, "besser wären 5000." © afp/aerzteblatt.de

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