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Wasem: Wartezeiten sind in Deutschland im internationalen Vergleich sehr kurz

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Berlin – Die Wartezeiten auf einen Arzttermin in Deutschland sind im internationalen Vergleich sehr kurz. Das betonte der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem von der Universität Duisburg-Essen auf der 19. Handelsblatt Jahrestagung gestern in Berlin. Ob eine flächendeckende Strategie notwendig sei, wie nun von der Bundesregierung vorgesehen, könne deshalb kontrovers diskutiert werden.

Denn die Lage innerhalb Deutschlands sei sehr unterschiedlich. In jedem Fall werde es einen Bereich geben, „bei dem die von der Regierung vorgesehene Regelung ins Leere läuft: Dort, wo wir einen spezifischen Facharztmangel haben, zum Beispiel bei den Rheu­ma­tologen. Diesen kriegen wir durch die Regelung nicht gelöst“. Denn hier gebe es sowohl im stationären wie im ambulanten Bereich nicht genügend Spezialisten.

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Darüber hinaus meinte Wasem, dass Wartezeiten nicht ausschließlich durch einen Ärztemangel verursacht würden, sondern auch das Ergebnis eines wenig effizienten Praxis- beziehungsweise des Honorarmanagements seien. Honorarpolitisch sei zum Beispiel das Wiedereinbestellen von Patienten geboten. Dies führe jedoch zu Warte­zeiten. © fos/aerzteblatt.de

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