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Ausland

Sanofi entlässt seinen Konzernchef Viehbacher

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Paris – Der französische Pharmariese Sanofi hat seinen Chef Christopher Viehbacher entlassen. Der Verwaltungsrat des Konzerns habe „einstimmig“ für eine Entlassung des 54-jährigen Deutsch-Kanadiers gestimmt, teilte Sanofi am Mittwoch in Paris mit. Notwen­dig sei ein Management, „das mehr Talente zusammenführt, sich mehr auf die Aus­führung fokussiert und eng und vertrauensvoll mit dem Verwaltungsrat zusammen­arbeitet“.

Viehbacher leitete Sanofi, einen der größten Konzerne Frankreichs, seit Dezember 2008. Er führte den Pharmakonzern erfolgreich durch eine schwere Phase, als die Patente für mehrere seiner wichtigsten Medikamente ausliefen, und Sanofi auf wichtigen Zukunftsmärkten platziert.

Medienberichten zufolge warf ihm der Verwaltungsrat aber unter anderem vor, den Konzern von Boston in den USA aus zu leiten. Manche Verwaltungsratsmitglieder fürchteten, dass der Konzern seinen Schwerpunkt immer mehr in die USA verlegen könnte, unter anderem nach dem Kauf des US-Biotechnologieunternehmens Genzyme.

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Bis ein Nachfolger für Viehbacher als geschäftsführender Generaldirektor gefunden ist, wird der Verwaltungsratsvorsitzende Serge Weinberg die Geschicke des Konzerns leiten. Nach der Ankündigung von Viehbachers Entlassung sank der Kurs der Sanofi-Aktie an der Pariser Börse am Vormittag um vier Prozent. Wegen schlechter Quartalszahlen war der Kurs bereits am Dienstag um mehr als zehn Prozent abgesackt. © afp/aerzteblatt.de

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