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Politik

Krankenhaus­gesellschaft fordert mehr Geld und Personal für Hygieneprophylaxe

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Berlin/Mannheim – Als Konsequenz aus dem Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mehr Geld und mehr Fachkräfte für die Hygiene an Kliniken gefordert. „Personal und Investitionen sind wichtig, um auf einen besseren Stand bei der Infektionsprophylaxe zu kommen“, sagte DKG- Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Donnerstag. „Der Mannheimer Fall sollte uns alle alarmieren, dass sich Qualität nur durch ausreichend Personal und durch ausreichende Investitionen sicherstellen lässt.“

Die Politik müsse handeln, denn die Mittel der Krankenhäuser seien viel zu knapp bemessen, sagte Baum. „Das hat Auswirkungen auch auf den sicherheitsrelevanten Bereich wie die Hygiene.“ Seit bei einer Überprüfung in der Mannheimer Klinik Hygienemängel festgestellt wurden, steht das Krankenhaus unter starkem Rechtfertigungsdruck.

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Inzwischen werden die Vorwürfe immer lauter. Wegen neuer Anzeigen und Hinweise weitete die Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsverfahren aus. Der Aufsichtsrat des Klinikums sieht bislang Defizite in der Organisation und internen Kommunikation des Klinikums. Hinweise auf Hygienemängel seien nicht an die richtigen Stellen weitergegeben worden.

Derweil zog der zurückgetretene Geschäftsführer des Uniklinikums Mannheim, Alfred Dänzer, weitere Konsequenzen aus dem Skandal. Der 66-Jährige zieht sich auch als DKG-Präsident zurück: Bei den Neuwahlen werde er nicht mehr kandidieren, sagte ein Sprecher. © dpa/aerzteblatt.de

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