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Ärzteschaft

Männergesundheit beginnt schon im Kindesalter

Montag, 3. November 2014

Berlin – Mehr Prävention und Gesundheitskompetenz bei Jungen und Männern wollen die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) erreichen. „Männliche Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Männergesundheit langfristig zu verbessern“, sagte die DGU-Pressesprecherin Sabine Kliesch am heutigen sogenannten Weltmännertag. Fachgesellschaft und Berufsverband wollen laut Kliesch „die Jungen frühzeitig sensibilisieren und ihr Gesundheitsbewusstsein wecken, so dass der Gang zum Arzt so selbstverständlich wie bei Mädchen und Frauen wird.“

Praktisch bedeute das zum Beispiel, Fehlbildungen früh zu diagnostizieren, einen alters­gerechten Impfplan einzuhalten, über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen rechtzeitig aufzuklären und über die Selbstuntersuchung zur Früherkennung von Hodenkrebs zu informieren. Zu diesem Zweck engagieren sich DGU und BDU derzeit auf zwei Ebenen.

„Zum einen sind wir dabei, eine Jungensprechstunde in urologischen Praxen zu etablieren, die den Jungen auch in der Pubertät einen ärztlichen Ansprechpartner bietet und damit eine Lücke im Männerleben schließt“, erläuterte der BDU-Pressesprecher Wolfgang Bühmann. Zum anderen kooperieren die Urologen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesund­heits­förder­ung bei der gesundheitlichen Bildung von Jungen in Schulen.

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Fachgesellschaft und Berufsverband weisen anlässlich des Aktionstages auf ihre medizinischen Informationen für Interessierte und Patienten hin. Zum Beispiel erläutere der Ratgeber „Prävention urologischer Erkrankungen“ unter anderem, was Männer im Lauf ihres Lebens zur Prävention von Erkrankungen an Blase, Nieren und Prostata, tun könnten.

Die urologischen Verbände empfehlen Ärzten, ihre Patienten ab 45 Jahren über die Prostatakrebsfrüherkennung aufzuklären.

© hil/aerzteblatt.de

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