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Politik

Bürger sehen Ärzte als Hauptansprechpartner bei der Prävention

Dienstag, 4. November 2014

/tk

Hamburg – Bei der Prävention sind Ärzte die ersten und wichtigsten Ansprechpartner für die Menschen in Deutschland. Fast neun von zehn Befragten würden sich an sie wenden. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) im Rahmen ihrer Erhebung „TK-Meinungspuls 2014“. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat dazu bevölkerungsrepräsentativ 2.001 Erwachsene in Deutschland befragt.

An zweiter Stelle sehen gesetzlich Versicherte ihre Krankenkasse als Ansprechpartner (73 Prozent). Staatliche Stellen wie Gesundheitsämter gelten nur vier von zehn Befrag­ten (42 Prozent) als vertrauenswürdige Informationsquellen, private Anbieter wie Fitnessstudios nur jedem Vierten (24 Prozent).

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Der TK-Verwaltungsrat begrüßte in diesem Zusammenhang den neuen Vorstoß der Bundesregierung für ein Präventionsgesetz. Der Richtwert der gesetzlichen Kassen für Prävention soll danach von gut drei auf sieben Euro je Versicherten und Jahr angehoben werden. Der größere Teil dieses Geldes geht voraussichtlich in sogenannte Settings. Gemeint ist damit, Präventionsangebote und gesundheitsförderliche Strukturen dort zu etablieren, wo sich Menschen in ihrem Alltag ohnehin aufhalten. Konkret sind zwei Euro des Kassen-Präventionsbeitrages für die Lebenswelten Kindertagesstätte und Schule vorgesehen, zwei weitere Euro für die Betriebliche Gesundheitsförderung.

Laut dem TK-Meinungsimpuls halten 90 Prozent der Menschen in Deutschland diesen Setting-Ansatz für sinnvoll. „Prävention ist richtig, weil sie Leiden verhindern kann, wenn Menschen gar nicht erst krank werden. Das ist unterm Strich auch Aufgabe der Kranken­kassen, hier ist jeder Euro gut investiert.

Die große politische Hoffnung, dem Gesundheitssystem dadurch Geld zu sparen, ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt“, sagte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. Er betonte, die Politik müsse das große Vorhaben „Mehr Prävention“ auf eine breite gesellschaftliche Basis stellen. „Die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenver­sicherung können die finanzielle Last nicht praktisch allein schultern“, warnte der TK-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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