NewsPolitikFrankfurter Ebola-Patient auf dem Weg der Besserung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Frankfurter Ebola-Patient auf dem Weg der Besserung

Mittwoch, 5. November 2014

Frankfurt/Main/Madrid – Der seit rund vier Wochen in einer Frankfurter Spezialklinik behandelte Ebola-Patient befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation aus Afrika sei zwischenzeitlich lebensbedrohlich erkrankt gewesen, sein Zustand habe sich nach intensivmedizinischer Behandlung inzwischen aber „deutlich“ verbessert, teilte das Universitätsklinikum Frankfurt am Mittwoch mit. Dort wird der Mann in einer Isoliereinheit von Spezialisten betreut.

„Aktuell ist der Patient wach, kann sich selbstständig im Krankenzimmer bewegen, normal essen und hat keine Schmerzen“, erklärte das Krankenhaus. Es sei aber geplant, ihn weiter auf der Isolierstation zu pflegen, da der Mann noch „einige Zeit“ brauchen werde, sich vollständig von seiner schweren Krankheit zu erholen.

Nach Angaben der behandelnden Ärzte versagten bei dem mit dem hochgefährlichen Virus infizierten Patienten mehrere Organe. Er musste deshalb mit sogenannten Organersatzverfahren am Leben gehalten werden, bis sein Körper selbst die Antikörper produzierte, die den Erreger bekämpfen. Dazu zählen etwa Beatmungs- oder Dialysegeräte, die Giftstoffe aus dem Blut filtern. Das lebensgefährliche Versagen von inneren Organen ist eine typische Folge einer Ebola-Infektion. Gegen das Virus selbst gibt es bisher keine zugelassenen Medikamente.

Anzeige

Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht halten sich die deutsche Kliniken mit Angaben zu den Patienten und deren Zustand zurück. Über den in Frankfurt gepflegten Mann ist nur bekannt, dass er aus Uganda stammt und für eine italienische Hilfsorganisation als Arzt tätig war. 

Die spanische Krankenschwester Teresa Romnero, die sich bei der Behandlung eines Ebola-Patienten in Madrid angesteckt hatte, sollte noch am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden. Das kündigten das behandelnde Ärzteteam und der Direktor des Krankenhauses Carlos III., Rafael Perez-Santamaria, an.

Romero war am 6. Oktober in die Klinik eingeliefert worden, knapp zwei Wochen später wurde sie für geheilt erklärt. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. September 2020
Frankfurt – Das Zaire Ebolavirus wird vermutlich durch verschiedene Flughund- und Fledermausarten übertragen. Der Lebensraum dieser Tiere ist in Afrika größer als gedacht. Das berichten
Lebensraum von Ebola-übertragenden Tieren größer als gedacht
2. Juni 2020
Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo hat einen Ebolaausbruch im Nordwesten des Landes vermeldet – nur wenige Wochen bevor es hoffte, das offizielle Ende der Epidemie im ganzen Land ausrufen zu
Neuer Ausbruch von Ebola im Kongo
15. April 2020
Goma − Im Kongo ist ein weiterer Ebolafall aufgetreten. Das siebenjährige Mädchen aus der Stadt Beni ist innerhalb kurzer Zeit der dritte infizierte Mensch, der von den Behörden des
Ebola im Ostkongo weiterhin aktiv
3. März 2020
Johannesburg – Bei der Ebola-Epidemie im Kongo ist nach Auskunft der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die letzte Patientin entlassen worden. Sie war im ostkongolesischen Beni behandelt worden. „Die
WHO meldet Entlassung von letzter Ebola-Patientin im Kongo
28. Februar 2020
Genf – Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Kongo gibt es nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) weitere Fortschritte. Wie die WHO gestern Abend mitteilte, wurden zwischen dem 18. und dem
Sieben Tagen lang kein neuer Fall von Ebola im Kongo
13. Februar 2020
Genf – Trotz Erfolgen im Kampf gegen das lebensgefährliche Ebola-Virus im Kongo schätzt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die Lage weiter als ernst ein. Sie beschloss gestern Abend, die im Juli
Ebola im Kongo weiterhin gesundheitliche Notlage
12. Februar 2020
Goma/Genf – Helfer im Kongo bringen die gefährliche Ebola-Epidemie langsam unter Kontrolle – doch Entwarnung gibt es noch nicht. Die Zahl der neuen Fälle sei in den vergangen Monaten stark gesunken,
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER