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Politik

Frankfurter Ebola-Patient auf dem Weg der Besserung

Mittwoch, 5. November 2014

Frankfurt/Main/Madrid – Der seit rund vier Wochen in einer Frankfurter Spezialklinik behandelte Ebola-Patient befindet sich auf dem Weg der Besserung. Der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation aus Afrika sei zwischenzeitlich lebensbedrohlich erkrankt gewesen, sein Zustand habe sich nach intensivmedizinischer Behandlung inzwischen aber „deutlich“ verbessert, teilte das Universitätsklinikum Frankfurt am Mittwoch mit. Dort wird der Mann in einer Isoliereinheit von Spezialisten betreut.

„Aktuell ist der Patient wach, kann sich selbstständig im Krankenzimmer bewegen, normal essen und hat keine Schmerzen“, erklärte das Krankenhaus. Es sei aber geplant, ihn weiter auf der Isolierstation zu pflegen, da der Mann noch „einige Zeit“ brauchen werde, sich vollständig von seiner schweren Krankheit zu erholen.

Nach Angaben der behandelnden Ärzte versagten bei dem mit dem hochgefährlichen Virus infizierten Patienten mehrere Organe. Er musste deshalb mit sogenannten Organersatzverfahren am Leben gehalten werden, bis sein Körper selbst die Antikörper produzierte, die den Erreger bekämpfen. Dazu zählen etwa Beatmungs- oder Dialysegeräte, die Giftstoffe aus dem Blut filtern. Das lebensgefährliche Versagen von inneren Organen ist eine typische Folge einer Ebola-Infektion. Gegen das Virus selbst gibt es bisher keine zugelassenen Medikamente.

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Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht halten sich die deutsche Kliniken mit Angaben zu den Patienten und deren Zustand zurück. Über den in Frankfurt gepflegten Mann ist nur bekannt, dass er aus Uganda stammt und für eine italienische Hilfsorganisation als Arzt tätig war. 

Die spanische Krankenschwester Teresa Romnero, die sich bei der Behandlung eines Ebola-Patienten in Madrid angesteckt hatte, sollte noch am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden. Das kündigten das behandelnde Ärzteteam und der Direktor des Krankenhauses Carlos III., Rafael Perez-Santamaria, an.

Romero war am 6. Oktober in die Klinik eingeliefert worden, knapp zwei Wochen später wurde sie für geheilt erklärt. © afp/aerzteblatt.de

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