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Medizin

Asthma: Biofeedback-Training bessert Atmung und Symptome

Mittwoch, 5. November 2014

Dallas – Ein Biofeedback-Training mit einem Kapnometer kann bei Patienten mit Asthma die Atemtechnik verbessern und eine Hyperventilation vermeiden, wie die Ergebnisse einer randomisierten klinischen Studie in Chest (2014; 146: 1237-1247) zeigen.

Die Erstickungsangst verleitet Asthma-Patienten häufig zu einer beschleunigten Atmung. Viele Patienten zeigen die Hyperventilation nicht nur während eines Anfalls, sondern auch im asymptomatischen Intervall. Schulungsmaßnahmen sind nur begrenzt in der Lage, die Atemtechnik zu verbessern. Psychologen an der Southern Methodist University in Dallas haben jetzt ein Biofeedback erprobt, bei dem die Teilnehmer den CO2-Gehalt ihrer Exspirationsluft kontinuierlich messen. Die auf einem Display angezeigten Ergebnisse sollen ihnen helfen, eine ruhigere Atemtechnik zu erlernen.

Der Lehrgang besteht zum einen aus Sitzungen, in denen die Patienten unter Aufsicht in der Klinik trainieren, den CO2-Wert in der Exspirationsluft niedrig zu halten, sowie aus zweimal täglichen „Hausaufgaben“, bei denen sie die Atemübungen wiederholen. Sie wurden zu diesem Zweck mit einem tragbaren Kapnometer ausgerüstet. Die klinischen Psychologen Thomas Ritz und Alicia Meuret haben das Training in einer Studie an 120 Patienten erprobt, in der jeder zweite auf ein Biofeedback-Training oder auf eine konventionelle Betreuung randomisiert wurde.

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Nach fünf Sitzungen plus Hausaufgaben hatten sich nicht nur die CO2-Werte und andere Aspekte der Lungenfunktion gebessert. Die Patienten litten auch weniger unter Asthmasymptomen und die Atemreaktion im Methacholintest nahm ab. Ritz und Meuret führen dies auf eine psychologische Wirkung zurück.

Die Patienten hätten durch das Atemtraining die Angst vor dem Provokationstest verloren, der durch den Muskarinrezeptor-Agonisten Methacholin die Atemwege verengt. Auch unter diesem Stresstest zeigten die Teilnehmer des Biofeedbacktrainings eine ruhigere Atmung. Die Verbesserung in den Tests waren sechs Monate später noch nachweisbar, so dass die beiden Psychologen einen nachhaltigen Lernerfolg des Biofeedback-Trainings vermuten. © rme/aerzteblatt.de

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