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Politik

Psychotherapeuten kritisieren Unterversorgung von Asylbewerbern

Donnerstag, 6. November 2014

Ein Arzt untersucht im Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz in Berlin im letzen Jahr einen Aylsuchenden /dpa

Berlin – Flüchtlingen und Asylsuchenden sollten in Deutschland eine Krankenbe­handlung erhalten, wie sie in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung festgelegt ist. Das fordert die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK). Die Kammer kritisiert, dass Flüchtlinge und Asylsuchende in der Regel in Deutschland keine angemessene Behandlung erhielten, wenn sie psychisch erkrankten. „Flüchtlinge und Asylbewerber leiden häufig unter schweren psychischen Erkrankungen. Eine Psychotherapie wird ihnen jedoch in den meisten Fällen nicht oder erst nach langen Wartezeiten gewährt“, kritisierte der BPtK-Präsident Rainer Richter.

Grund dafür seien die bisherigen Regelungen im Asylbewerberleistungsgesetz. Das Gesetz lege zwar fest, dass Flüchtlinge einen Anspruch auf die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände hätten. Den für die Genehmigung einer Psychotherapie zuständigen Amtsärzte und Sachbearbeiter in den Landesbehörden fehle aber häufig die Qualifikation, um einen psychotherapeutischen Behandlungsbedarf und seine Dringlichkeit einzuschätzen.

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Anträge auf Psychotherapie werden deshalb laut der BPtK häufig abgelehnt – nicht selten ohne inhaltliche Begründung oder mit dem Verweis auf eine vermeintlich aus­reichende psychopharmakologische Behandlung. „Wenn überhaupt, werden psychisch kranke Flüchtlingen deshalb meist ausschließlich medikamentös behandelt“, kritisierte die Kammer.

Sie fordert daher, im Asylbewerberleistungsgesetz eine bundesweit einheitliche Regelung zu schaffen, auf welche Weise qualifiziert über einen Behandlungsbedarf bei psychisch kranken Flüchtlingen zu entscheiden ist. „Diese Regelung sollte den Anforderungen an das Genehmigungsverfahren entsprechen, das in der Psychotherapie-Richtlinie und der Psychotherapie-Vereinbarung geregelt ist“, hieß es aus der BPtK.

© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #582750
M. Malone
am Freitag, 7. November 2014, 12:33

Nicht bezahlbar

Eine unbegrenzte Krankenbehandlung wie in der gesetzlichen für jeden Flüchtling Kran­ken­ver­siche­rung ist nicht bezahlbar!!
Städte und Gemeinden ächzen schon heute unter der Last der teilweise hoch defizitären Flüchtlingsversorgung was mit immer mehr Schulden und Leistungseinschränkungen, Gebührenerhöhungen für alle erkauft wird.
Unsere gutsituierten selbsternannten Moralapostel mit exorbitant über den Durchschnitt liegenden Gehältern(Herr Montgomery etc.) sollten endlich selbst
Selters trinken statt dies nur zu predigen - sprich eine Vermögensabgabe für Flüchtlinge bzw. ein Flüchtlingssoli.
Im übrigen gibt es für Flüchtlinge mangels Krankenkasse keine Flatrate sondern eine Einzelabrechnung für alle medizinischen Leistungen, zwar nur mit dem 1,0 bzw. 1,3 Satz aber immerhin.
Über diese Zeitbombe und die enormen Kosten sind sich die meisten gar nicht im Klaren.
Avatar #688298
Heilpraktiker_Jurisch
am Donnerstag, 6. November 2014, 22:46

sicher notwendig

ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe aber warum sollen immer die die finanzielle Last tragen, die am wenigsten Schuld am Schicksal der Asylbewerber haben? Wenn es heißt, der Staat soll zahlen, dann heißt es doch mit anderen Worten der Steuerzahler soll zahlen, weil, der Staat nicht eine müde Mark hat!
Der Steuerzahler ist aber der, welcher seine Gewinne nicht im Ausland vor der Steuer verstecken kann, wie die Rüstungsindustrie, die Pharma etc.
Wenn ein Arzt helfen will ,dann sollte er helfen auch mal ohne auf das Geld zu schauen - Sorry aber es gibt so viele Ehrenamtliche die helfen ohne nachdem Geld zu schauen, dann könne es Ärzte, die in der Regel gut verdienen, auch tun!
LNS

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