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Medizin

Sportärzte weisen auf Effektivität des High-Inten­sity-Trainings hin

Donnerstag, 6. November 2014

Berlin – Das sogenannte High-Intensity-Training (HIT) ist effektiver als das Ausdauer­training bei konstanter und niedriger Belastungsintensität ohne Pause. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention – Deutscher Sportärztebund (DGSP). Außerdem hat das HIT laut der Fachgesellschaft auch günstige Effekte auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. „Das macht das HIT auch interessant für Personen, die unter einer präventiven oder therapeutischen Zielsetzung trainieren“, hieß es aus der DGSP.

Beim HIT handelt es sich um eine Trainingsform zur Verbesserung der Ausdauer­leistungs­fähigkeit. Dabei wird in einer Trainingseinheit nach einer kurzen Aufwärmphase in Intervallen belastet. In der Regel liegt die Intensität während des einzelnen Intervall­reizes bei 80 Prozent bis teils über 100 Prozent der individuellen maximalen Sauerstoff­aufnahme des Trainierenden. Die Einzelreizdauer liegt meist zwischen 30 und 300 Sekunden, die Erholungsphase ist kürzer, gleich oder länger als die Einzelreizdauer. Abzugrenzen ist das HIT von der Dauermethode, die in der Trainingslehre seit Jahren als das zentrale Instrument zur Steigerung der Ausdauer gilt.

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Hierbei wird bei einer zumeist relativ konstanten und niedrigen Belastungsintensität ohne Pause trainiert, wobei die Reizhöhe meist bei 50 bis 80 Prozent der maximalen Sauer­stoff­aufnahme liegt. „Verschiedene Studien an Patienten, Leistungs- und Freizeit­sportlern konnten zeigen, dass über einen Trainingszeitraum von sechs bis zwölf Wochen das HIT gegenüber der Dauermethode in Hinblick auf die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme die effektivere Methode darstellt“, berichtet die DGSP.

Die Trainingsmethode werde wegen der positiven Effekte auch bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, Adipositas oder Typ 2 Diabetes eingesetzt, also bei Erkrankungen, bei denen bisher nur die Dauermethode empfohlen wurde.

Sportärzte raten aber, im Training die Dauermethode weiterhin zusätzlich anzuwenden. „So ist zum Beispiel für einen Marathonläufer der Dauerlauf über längere Distanzen im Training nach wie vor unverzichtbar, will er seinen Muskelstoffwechsel optimal auf die 42,2 Wettkampfkilometer vorbereiten“, hieß es aus der Fachgesellschaft. Besonders vorsichtig sollten Neueinsteiger sein, wenn sie mit HIT trainieren wollen. Besonders Personen über 35 Jahre, mit Risikofaktoren, mit belastungsabhängigen Beschwerden oder bekannten Erkrankungen sollten sich vorher ärztlich untersuchen lassen.

© hil/aerzteblatt.de

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