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Vermischtes

Psychosoziales Coaching erleichtert Eingliederung von Langzeitarbeitslosen

Freitag, 7. November 2014

Leipzig – Die Mehrheit älterer Langzeitarbeitsloser leidet an unerkannten oder unbe­handelten psychischen Erkrankungen und findet deshalb nur schwer in den Arbeitsmarkt zurück. Das ist das Ergebnis eines Modellprojekts des Jobcenters und der Medizinischen Fakultät in Leipzig. Demnach kann „Pychosoziales Coaching“ dazu beitragen, psychische Erkrankungen zu identifizieren und behandeln zu lassen. Diese wiederum erhöhe die Chance für den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.

„Viele glauben, dass Langzeitarbeitslose durch die Arbeitslosigkeit psychisch erkranken. Häufig besteht eher ein umgekehrter Zusammenhang: Depressionen aber auch andere psychische Erkrankungen führen zu Arbeitslosigkeit“, erklärte Ulrich Hegerl, Projektleiter und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe

So wiesen von den im Rahmen des Modellprojekts beratenen 852 Langzeitarbeitslosen 66 Prozent mindestens eine psychische Erkrankung auf. 94 Prozent dieser psychisch erkrankten Klienten erhielten bis dato keine oder nur eine unzureichende Behandlung.  24 Prozent der Teilnehmenden am Psychosozialen Coaching haben inzwischen wieder eine sozial­ver­sicherungs­pflichtige Arbeit aufgenommen.

Nun soll das erfolgreich erprobte Konzept auf andere Regionen Deutschlands über­tragen werden. Deshalb hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe eine Koordina­tionsstelle zum Aufbau eines Netzwerkes Psychosoziales Coaching eingerichtet. © hil/aerzteblatt.de

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