NewsVermischtesStudie: Hartz-IV-Empfänger fühlen sich gesundheitlich schlechter
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Studie: Hartz-IV-Empfänger fühlen sich gesundheitlich schlechter

Montag, 10. November 2014

Nürnberg – Hartz-IV-Empfänger schätzen ihre Gesundheit einer Studie zufolge schlechter ein als Erwerbstätige. Wie das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg am Montag mitteilte, gaben 45 Prozent der männlichen und 38 Prozent der weiblichen Hartz-IV-Empfänger in einer Befragung an, gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein.

Der Studie zufolge geht es Aufstockern nach eigener Einschätzung zwar gesundheitlich etwas besser als arbeitslosen Hartz-IV-Empfängern – beiden Gruppen gehe es aber deutlich schlechter als Erwerbstätigen ohne Grundsicherungsbezug. Von den Erwerbs­tätigen berichte nur jeder Fünfte von starken gesundheitlichen Einschrän­kungen.

Für die Studie wurden knapp 12.000 Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren befragt. 42 Prozent der männlichen und 33 Prozent der weiblichen Hartz-IV-Empfänger berichteten von körperlichen Beschwerden; acht Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen von psychischen Erkrankungen.

Anzeige

Die Ergebnisse gäben keinen Aufschluss über die Wirkungsrichtung beim statistischen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit, betonten die IAB-Forscher. Die Ergebnisse könnten sowohl daraus resultieren, dass Arbeitslosigkeit krank mache, als auch daraus, dass Krankheit bedürftig mache.

Zudem könnten weitere Faktoren, die sowohl mit Arbeitslosigkeit als auch mit Gesundheit zusammenhängen, zu den Ergebnissen führen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Oktober 2019
Rostock – Armut, Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung gehen in Deutschland mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung einher. Das berichten Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische
Armut geht mit verringerter Lebenserwartung einher
28. Juni 2018
Berlin – Der Bund sollte für Arbeitslosengeld-II-Empfänger kostendeckende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung leisten. Dieser Forderung einer Petition ist der Petitionsausschuss des
Beiträge des Bundes für ALG-II-Bezieher müssen für Krankenkassen kostendeckend sein
24. November 2017
Köln – Überlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter haben im Erwachsenenalter ein hohes Risiko für Arbeitslosigkeit. Ein Sechstel der ehemaligen Kinderkrebspatienten ist erwerbslos. Zu diesem
Hohe Arbeitslosigkeit nach Krebserkrankung im Kindesalter
10. August 2017
München – Psychische Erkrankungen erhöhen das Risiko eines Arbeitsplatzverlustes, doch auch der umgekehrte Fall ist keine Seltenheit. Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin
Psychische Erkrankungen bei Arbeitslosigkeit müssen besser bekämpft werden
13. April 2017
Berlin – Menschen mit Behinderung gelingt nur äußerst selten der Sprung aus einer speziellen Werkstatt auf den normalen Arbeitsmarkt. Nur 0,02 Prozent der Betroffenen wechseln pro Jahr in einen
Hunderttausende Behinderte ohne Aussicht auf normalen Job
6. Dezember 2016
Berlin – Die Krankenkassen und rund 60 Jobcenter und Arbeitsagenturen in Deutschland wollen Arbeitslose besser in Angebote zur Gesundheitsprävention einbinden. Sie sollen so die von ihnen als
Mehr Gesundheitsprävention bei Arbeitslosigkeit
23. Mai 2016
Florenz – Nur zwei von drei Patienten, die erstmals wegen einer Herzinsuffizienz im Krankenhaus waren, kehren nach einem Jahr zurück an ihren Arbeitsplatz. Vor allem ältere Patienten zwischen 51 und
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER