NewsMedizinFrüh- und Mangelgeburt erhöht Risiko auf Hüftendoprothese
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Früh- und Mangelgeburt erhöht Risiko auf Hüftendoprothese

Montag, 10. November 2014

fotolia

Melbourne – Wer vor dem Termin oder mit einem niedrigen Geburtsgewicht zur Welt kommt, benötigt im Alter häufiger eine Hüftendoprothese. Zu diesem Ergebnis kommt eine epidemiologische Studie in Arthritis Care & Research (2014; doi: 10.1002/acr.22475).

Die 3.604 Teilnehmer der Australian Diabetes, Obesity and Lifestyle Study waren 1999/2000 auch danach befragt worden, ob sie als Früh- oder Mangelgeburt zur Welt kamen. Die Rheumatologin Flavia Cicuttini hat die Antworten zu späteren Einträgen im Australian Orthopaedic Association National Joint Replacement Registry in Beziehung gesetzt.

Anzeige

Dort machte sie 75 Studienteilnehmer als Empfänger von Hüftendoprothesen ausfindig. Ein niedriges Geburtsgewicht verdoppelte das Risiko auf einen Hüftgelenkersatz (Hazard Ratio 2,04; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,11-3,75). Für Frühgeburten war das Risiko sogar zweieinhalb mal so hoch (Hazard Ratio 2,50; 1,29-4,87). Für eine Kniegelenk­endoprothese, die 116 Teilnehmer erhalten hatten, konnte Cicuttini keine signifikante Assoziation finden.

Die Untersuchungen kann Unterschiede in Alter, Geschlecht, Body Mass Index, Bildungsstand, Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und körperlicher Aktivität als Ursache ausschließen. Als erste Untersuchung zu dieser Frage hat sie allerdings nur eine beschränkte Beweiskraft. Eine plausible Erklärung wäre laut Cicuttini eine Entwick­lungsstörung der Hüfte bei Früh- oder Mangelgeburten. © rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Oktober 2020
München – Eine zu frühe Geburt kann die Gefäßentwicklung in der Netzhaut stören und so eine Frühgeborenenretinopathie (ROP) auslösen. Bislang erhalten alle Frühchen, die vor der 32.
Leitlinie empfiehlt Screening auf Frühgeborenenretinopathie bei Geburten vor der 31. Schwangerschaftswoche
13. Oktober 2020
New York – Obwohl Neugeborene sich bei ihrer Mutter mit SARS-CoV-2 anstecken und an einer Pneumonie erkranken können, scheint das Risiko im klinischen Alltag überschaubar zu sein. In einer Fallserie
SARS-CoV-2: Neonatale Infektionen selten und meist ungefährlich
16. Juli 2020
Berlin – Frühgeborene, deren Mütter zur Reifung der fetalen Lungenfunktion Glukokortikoide erhalten hatten, leiden signifikant häufiger als Kinder, die nicht exponiert waren, unter psychischen
Glukokortikoide zur Lungenreife beinträchtigen psychische Entwicklung und Verhalten
26. März 2020
St. Louis – Ein epidermaler Wachstumsfaktor, der in den ersten Tagen in höherer Konzentration in der Muttermilch enthalten ist, war in einer Studie in den Proceedings of the National Academy of
Warum Muttermilch bei Frühgeborenen eine Sepsis verhindern kann
31. Januar 2020
Heide – Am Westküstenklinikum in Heide (Kreis Dithmarschen) ist ein Frühgeborenes gestorben, das mit einem Darmbakterium infiziert war. Das Krankenhaus geht von einer Infektion mit dem Serratia-Keim
Westküstenklinikum schließt Frühgeborenintensivstation wegen Keiminfektion
24. Oktober 2019
New York/Malmö – Die meisten Kinder, die zu früh geboren werden, erreichen heute das Erwachsenenalter. Ihr Gesundheitszustand, aber auch ihr schulischer und beruflicher Erfolg unterscheiden sich nach
Studie: Die meisten Frühgeborenen sind im Erwachsenen-Alter gesund
14. Oktober 2019
Halifax – Eine schnelle Auffütterung von extremen Frühgeburten, die in Beobachtungsstudien mit dem Risiko einer nekrotisierenden Enterokolitis assoziiert war, hat sich in einer größeren randomisierten
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER